die Höhlung dann Schießpulver gethan. Der eine Baum war durchdie Explosion ganz zersplittert, und lag in Stücken ringsumher aufdem Boden, den er so lange beschattet hatte. Die andere Minehatte nur theilweise gewirkt. Ungefähr der vierte Theil des Stam-mes war abgerissen von dem Baume, der so aus der einen Seite zer-trümmert und entstellt, auf der andern seine Zweige unvermindertweithin erstreckte.
Unter diesen allgemeinen Zeichen der Verwüstung wirkteneinige ganz besonders auf Waverley's Gefühle. Als er die Frontdes so entstellten und zerstörten Gebäudes übersah, suchten seineAugen natürlich den kleinen Balcon, der zu Rosa's Wohnung ge-hörte, ihrer lralsiäme, oder vielmehr cinguieme Er war
leicht zu erkennen, denn darunter lagen die Zierpflanzen und Ge-wächse, mit denen sie ihn zu ihrer Freude ausschmückte, und die vondem Simse hcrabgeschlcudert waren. Mehrere ihrer Bücher lagenzwischen den Scherben der Blumentöpfe und andern Trümmern.Waverley erkannte darunter eines seiner eigenen Bücher, eine kleineAusgabe des Ariost, und steckte es als einen Schatz zu sich, obgleichbeschädigt durch Wind und Regen. Während er, in die trüben Be-trachtungen versunken, die ein solches Schauspiel erweckte, sichnach irgend einem Menschen umsah, der ihm das Schicksal der Be-wohner mittheilen könnte, hörte er im Innern des Gebäudes eineStimme in wohl bekannten Tönen ein altes schottisches Lied singen:
Sic überfielen uns in dnnklce Nacht,
Meinen Ritter haben sic umgebracht.
Die Diener entflohen, ne scheute» den Tod,
Verließen n»S in GesahreN und Noch.
Mein Ritter ist todt, seine Guter geraubt;
Sie erschlugen grausam das thcnrc Haupt.
Ob Mond oder Sonnc die Wolken durchbricht;
Sei» Ang' ist geschloffen, ihn wecken sic nicht.