zugcs! Damals war das Leben ihm etwas so Neues, baß ein trüberunangenehmer Lag eines der größten Mißgeschicke war, die seineEinbildungskraft voraussah, und es ihm schien, als könnte seineZeit nur auf elegante und unterhaltende Studien verwendet, unddurch gesellige oder jugendliche Heiterkeit zerstreut werden. Wieverändert war jetzt sein Charakter, nach dem Laufe weniger Mo-nate, wie viel trüber, aber auch wie viel erhabener! Gefahr undUnglück sind schnelle, wenn auch strenge Lehrmeister. Ein finstere-rer und ein wcisercrMann, fühlte er im Innern Selbstvertrauen undgeistige Würde, einen Ersatz für die heiteren Träume, welche beiihm die Erfahrung so schnell verbannt hatte.
Als er sich dem Dorfe näherte, sah er mit Staunen und Be-sorgniß, daß eine Abtheilung Soldaten in der Nähe desselben inQuartier lag, und was noch schlimmer ist, daß sie hier ihre Sta-tion zu haben schienen. Das schloß er daraus, daß einige Zelte aufder Ebene standen, welche die Gcmeindewiese genannt wurde. Umdie Gefahr zu vermeiden, an einem Orte angehaltcn und befragt zuwerden, wo er so leicht erkannt werden konnte, machte er einenlangen Umweg, vermied das Dorf gänzlich und näherte sich demuntern Schloßthore auf einem ihm wohlbekannten Fußpfade. Eineinziger Blick ringsumher vcrrieth, daß hier große Veränderungenvorgegangen waren. Ein Thorflügel war gänzlich zerschlagen,und lag zu Brennholz zerhauen, des Abholens gewärtig; der an-dere hing unbrauchbar an den losgerissencn Angeln. Die Verzie-rungen über dem Thore waren zerbrochen und niedergerissen, unddie Bären, die hier Jahrhunderte lang Schildwache gehalten hat-ten, lagen, gewaltsam von ihrem Posten fortgerissen, im Grase.Die Allee war grausam verwüstet. Mehrere große Bäume warengefällt, und lagen quer über den Weg und das Vieh der Bauern,so wie die Hufe der Dragonerpferde hatten den grünen Rasen, denWaverlcy so sehr bewunderte, in schwarzen Koth verwandelt.