gefochtcn; und Deacon Clank, der Blechschmied, sagt, die Regie-rungsleute wären sehr bös auf ihn, weil er zweimal aus war;er hätte sich's zur Warnung nehmen sollen, aber freilich kein Narrist so groß, wie ein alter Narr — der arme Oberst war doch nurein Mal aus."
Dies Gespräch enthielt fast Alles, was die gutmüthigc Witwevon dem Geschick ihrer früheren Miethsleute und Bekannten wußte,aber cs war genug, um Edward zu bestimmen, auf jeden Fall nachTully-Bcolan zu gehen; hier glaubte er Rosa zu finden, oder we-nigstens doch etwas von ihr zu hören. Er hinterließ daher an demverabredeten Orte für den Oberst Lalbot einen Brief, unterzeichnetmit seinem eigenen Namen, und gab die nächste Poststation vondem Gute des Barons als seine Adresse an.
Von Edinburgh bis Perth nahm er Postpferde; den Rest desWeges beschloß er zu Fuße zu machen, eine Art zu reisen, die er sehrliebte, und welche ihm den Vortheil gewährte, von der Straße ab-zuwcichen, wenn er in einiger Entfernung Truppen sah. SeinFeldzug hatte seine Constitution bedeutend gestärkt, und ihn andas Ertragen von Mühseligkeiten gewöhnt. Sein Gepäck sendeteer voraus, wie sich ihm die Gelegenheit bot.
Als er weiter nördlich kam, wurden die Spuren des Kriegessichtbar. Zerbrochene Wagen, todte Pferde, dachlose Hütten,Bäume zu Pallisaden gefällt, zerstörte oder nur theilweis herge-stcllte Brücken — Alles vcrrieth die Bewegungen feindlicher Ar-meen. In den Ortschaften, wo die Bewohner der Sache derStuarts anhingen, waren die Häuser zerstört oder verlassen, dietäglichen Feldarbeiten gänzlich unterbrochen, und die Bewohnerschlichen umher, Furcht, Kummer und Niedergeschlagenheit in ih-ren Zügen.
Es war Abend, als er sich dem Dorfe Tully-Veolan näherte,mit Gefühlen — wie ganz verschieden von denen seines ersten Ein-