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„Soll ich daraus entnehmen, daß Ihr meine Verwandtschaftund die Hand meiner Schwester nicht mehr wünscht?"
„Eure Schwester hat meine Hand zurückgewicsen," sagteWaverley, „sowohl unmittelbar, als durch alle gewöhnlichen Mit-tel, durch welche die Frauen unwillkommene Bewerbungen ab-weisen."
„Ich habe," antwortete der Häuptling, „keinen Begriffvon einer Lady,' welche eine Bewerbung zurückweiset, odereinem Edclmanne, der sie zurücknimmt, wenn sie von ihrem gesetz-lichen Vormund genehmigt wurde, ohne ihm die Gelegenheit zurBesprechung der Sache mit der Dame zu geben. Ihr erwartetdoch, wie ich hoffe, nicht, daß meine Schwester Euch wie eine reifePflaume in den Mund fallen würde, sobald es Euch beliebte, ihnzu öffnen?"
„Was das Recht der Dame betrifft, einen Liebhaber abzuwei-sen, so ist das ein Punkt, den Ihr mit ihr selbst abmachcn müßt;ich kenne die Gebräuche des Hochlands in dieser Beziehung nicht.Was aber mein Recht betrifft, ihrer Verwerfung beizustimmen,ohne an Euer Interesse zu appelliren, so sage ich Euch offen, undohne deshalb die Schönheit und Vorzüge der Miß Mac Jvor herab-setzen zu wollen, daß ich die Hand eines Engels, mit der Aussteuereines ganzen Kaiserreiches nicht annehmcn würde, würde ihre Zu-stimmung durch lästige Freunde und Hüter erpreßt, statt aus ihrereigenen, freien Neigung zu entspringen."
„Ein Engel mit der Ausstattung eines Kaiserreiches," sagteFergus mit dem Tone bitterer Ironie, „würde schwerlich einemSquire der Grafschaft — aufgczwungen werden. Aber, Sir,"fuhr er in verändertem Tone fort, „wenn Flora auch nicht einKaiserreich zur Aussteuer hat, so ist sie meine Schwester, unddas ist wenigstens hinreichend, sie gegen Alles zu schützen, was derUnbeständigkeit gleichen könnte."