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1 (1851) Waverley
Entstehung
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Die Damen der Gesellschaft entgingen seinem Tadel ebenfallsnicht. Er gestand, daß Flora Mac Jvor ein herrliches Weib, undRosa Bradwardine ein liebliches Mädchen sei, aber er sagte, daßdie Erstere den Eindruck ihrer Schönheit durch ein geziertes Wesender Vornehmheit störe, das sic wahrscheinlich an dem Hofe von St.Germain lernte. Was Rosa Bradwardine beträfe, sagte er, sosei es unmöglich, daß irgend ein Sterblicher solch ein kleines Dingbewundern könnte, dessen geringer Grad von Erziehung für ihrGeschlecht und ihre Jugend paßten, als ob sie eine von ihres Vatersalten Uniformen angezogcn hätte. Viel von diesem Tadel war demBorurtheile des guten Obersten beizumessen, bei dem die weißeKokarde vor der Brust, die weiße Rose im Haar und das Mac vordem Namen, aus einem Engel einen Teufel gemacht hätten; in derThal gestand er selbst scherzend, daß er die Venus nicht ertragenkönnte, würde sie in einem Gesellschaftszimmer unter dem NamenMiß Mac-Jupiter angcmeldet.

Waverley sah, wie man leicht glauben wird, die jungen Da-men mit ganz andern Augen an. Während der Belagerung machteer ihnen beinahe täglich Besuche, obgleich er mit Betrübniß be-merkte, daß seine Bewerbungen bei der Erstern eben so wenig aus-richtetcn, als die Waffen des Ritters gegen die Festung. Siebe-wahrte ausdauernd die Regel, die sie sich auferlegt hatte, ihn mitGleichgültigkeit zu behandeln, ohne ihn zu vermeiden, oderseine Unterhaltung zu fliehen. Jedes Wort, jeder Blick stimmtegenau zu ihrem Systeme, und weder die NiedergeschlagenheitWaverley's, noch der kaum unterdrückte Zorn ihres Bruderskonnten Flora's Aufmerksamkeit auf Edward über das steigern,was die gewöhnlichen Formen der Artigkeit erforderten. Aufder andern Seite stieg Rosa Bradwardine allmählig in Wavcr-ley's Meinung. Er hatte mehrfache Gelegenheit, zu bemerken,daß ihr Wesen einen höher» Chasactcr annahm, indem ihre Blö-