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1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
40
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der eines Soldaten, wie der eines kleinen Herrschers war. AberOberst Talbot war in jeder Beziehung der englische Soldat. Seineganze Seele war dem Dienste seines Königs und seines Vaterlandesgewidmet, ohne ein Gefühl des Stolzes, in der Theorie seiner Kunstso erfahren zu sein, wie der Baron, in den practischen Kleinigkei-ten so sehr, wie Mellevillc, und ohne seine Kenntnisse zu persönli-chen Plänen des Ehrgeizes zu verwenden, wie derHäuptling vonGlennaquoich. Bei dem Allen war er auch noch ein Mann von aus-gebreitetcm Wissen und gebildetem Geschmack, obgleich, wie wirbereits erwähnten, den besonderen Vorurthcile» des Engländersstark zugethan.

Der Character des Obersten Lalbot wurde Edward erst all-mählig klar; denn die fruchtlose Belagerung des Schlosses vonEdinburgh durch die Hochländer dauerte mehrere Wochen, währendwelcher Zeit Waverley wenig zu thun hatte, ausgenommen die Zer-streuungen aufzusuchen, welche die Gesellschaft bot. Gern hätte erseinen neuen Freund überredet, einige seiner ältern Bekannten ken-nen zu lernen; aber nach einem oder zwei Besuchen schüttelte OberstTalbot den Kopf, und lehnte jede weitere Probe ab. Er ging inder That noch weiter, und schilderte den Baron als den unerträg-lichsten Pedanten, mit dem das Unglück ihn in seinem ganzen Lebenzusammenführte, und den Häuptling von Glennaquoich als einenfranzösirten Schotten, alle List und Leichtfertigkeit der Nation, beider er erzogen worden, mit dem ganzen Stolz, der Rachgier und demunruhigen Geiste der, in welcher er geboren, vereinigend.Hätteder Teufel," sagte er,absichtlich einen Agenten ausgesucht, diesarme Land in Verwirrung zu stürzen, so hätte er keinen bessern fin-den können, als diesen Menschen, dessen Geist eben so thätig als ge-wandt, verschlagen und tückisch zu sein scheint, und dem eine solcheBande von Kehlabschneidern, wie die, welche Ihr so sehr bewun-dert, blindlings folgt und gehorcht."