Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
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Der zweite Brief, acht Lage später geschrieben, war von ei-nem solchen Tone, wie er sich danach erwarten ließ, daß der Oberstkeine Antwort erhalten hatte. Er erinnerte Waverley an seinePflicht als Mann von Ehre, Offizier und Engländer; erwähnteder wachsenden Unzufriedenheit seiner Leute, von denen einige ge-sagt hätten, ihr Capitain billige und unterstütze ihre Aufführung.Endlich sprach der Schreiber des Briefes sein Bedauern und Stau-nen darüber aus, daß er den erhaltenen Befehl, im Hauptquartierezu erscheinen, nicht befolgt hätte; erinnerte ihn, daß sein Urlaubaufgehoben sei, und beschwur ihn in einem Tone, in welchem vä-terliche Herzlichkeit mit militärischer Autorität sich paarte, seineVerirrung dadurch gut zu machen, daß er augenblicklich wieder zudem Regimente ginge.Damit ich Überzeugtsein kann," schloßder Brief,daß diese Zeilen Euch wirklicherreichen, überschickc ichihn durch den Unteroffizier Timms von Eurer Schwadron, mit demBefehle, ihn Euren eigenen Händen zu überliefern."

Nachdem Waverley diese Briefe gelesen hatte, sah er sich mitbitterem Gefühle gezwungen, das Andenken des braven, vortreff-lichen Briefschreibers um Verzeihung zu bitten; denn wahrlich,da der Obrist Gardiner sich überzeugt halten mußte, daß Waverleydiese Briefe empfing, konnte nichts Geringeres erfolgen, als diedritte und letzteAufforderung, welche Waverley wirklich in Glcnna-quoich erhielt, doch zu spät, um sie zu befolgen. Und daß er in Folgeder scheinbaren Vernachlässigung dieses letzten Befehles entlassenwurde, war unvermeidlich, und keinesweges hart oder ungerecht.

Der nächste Brief, den Edward entfaltete, war von dem Ma-jor seines Regimentes, und machte ihn mit dem Gerüchte bekannt,das zum Rachthcile seines Rufes im Umlauf war, erwähnend, daßein gewisser Mr. Falconer von Ballihopplc, oder ein ähnlicherName, in seiner Gegenwart eine verrätherische Gesundheit ausge-bracht hätte, die er schweigend hingenommcn, obgleich die Beleidi-Waverley. III. Z