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Ehe er seine Gedanken noch verbannen oder beschwichti-gen konnte, kam sein früherer Commandeur mit der Absicht, zurecognosciren, deutlich zu sehen. „Jetzt kann ich ihn fassen,"sagte Callum, indem er vorsichtig den Lauf seines Gewehres überdie Mauer erhob, hinter der er kaum VO Schritt entfernt verbor-gen lag.
Edward war zu Muthe, als sollte in seiner Gegenwart einBatermord begangen werden; denn das ehrwürdige graue Haar,das edle Gesicht des Beteranen erinnerten ihn an die edle Ehr-furcht, mit welcher seine Offiziere ihn betrachteten. Aber ehe ernoch halt sagen konnte, ergriff ein greiser Hochländer, der nebenCallum Beg lag, dessen Arm. „Spare Deinen Schuß," sagteder Seher; „seine Stunde ist noch nicht gekommen. Er möge sichvor morgen hüten.— Ich sehe sein Sterbehemd hoch über seinerBrust!"
Callum, der gegen andere Rücksichten taub war, war es nichtgegen den Aberglauben. Er wurde blaß gegen den Seher oderralslmtr und zog sein Gewehr zurück. Der Oberst Gardiner,nichts ahnend von der Gefahr, der er entging, wendete sein Pferdum und ritt langsam zu der Front seines Regiments.
Während dieser Zeit hatte die reguläre Armee eine neue Linieformirt, den einen Flügel gegen das Meer gelehnt, den andern ge-gen das Dorf Preston, und da sich bei dem Angriffe dieser neuenPosition ähnliche Schwierigkeiten boten, wurden Fergus und seinDetaschement zu ihren früheren Posten zurückberufcn. Dies machteeine entsprechende Acnderung in der Stellung des General Cope,welche wieder parallel mit der Linie der Hochländer gewählt wurde.Unter diesen Manövern von beiden Seiten war das Tageslicht bei-nahe verschwunden, und beide Armeen trafen Anstalten, die Nachthindurch bei den herrschenden Umständen unter dem Gewehrzu bleiben.