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1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
190
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I W

gangbar, denn es war nicht nur sumpfig, sondern wurde auch bonMauern und der ganzen Länge nach von einem breiten und tiefenGraben durchschnitten. Umstände, welche dem Muskctcnseucr derregulären Truppen einen gewaltigen Bortheil gewährt haben wür-den, ehe die Schotten von ihren Schwertern, auf die sie sich be-sonders verließen, Gebrauch machen konnten. Die Autorität derFührer wurde daher dem Ungestüm der Hochländer entgegengesetzt,und nur einige Schützen sendete man die Höhe hinab, mit demFeinde zu scharmutzircn und das Terrain zu rccognosciren.

Es zeigte sich jetzt ein militärisches Schauspiel von nicht ge-wöhnlichem Interesse, und welches sich nicht oft zutragcn wird.Die beiden Armeen, so verschieden in Ansehen und Disciplin, aberjede in ihrer eigcnthümlichen Kriegswcisc so wohl geordnet, und vonderen Zusammentreffen das augenblickliche Schicksal von Schott-land wenigstens abzuhängen schien, standen einander jetzt gegen-über, wie zwei Gladiatoren in der Arena, jeder überlegend, wieer den Feind angrcifen sollte. Die kommandircnden Offiziere undder Generalstab jeder Armee konnten vor der Front ihrer Linienunterschieden werden, beschäftigt, mit Ferngläsern gegenseitig ihreBewegungen zu beobachten, Befehle abzuscnden und Meldungenzu empfangen, welche durch Adjutanten und Ordonnanzoffiziereüberbracht wurden, die dem Bilde dadurch Lebe» vcrlnhen, daß sicin verschiedenen Richtungen hingaloppirtcn, als ob das Geschickdes Tages von der Schnelligkeit ihrer Pferde abhingc. Der Raumzwischen den beiden Armeen wurde durch den theilwcisen und unre-gelmäßigen Kampf einzelner Scharfschützen eingenommen, unddann und wann sah man einen Hut oder eine Mütze fallen, und ei-nen Verwundeten von seinen Kameraden forttragen. Dies aberwaren nur unbedeutende Scharmützel, denn cs sagte keiner vonbeiden Parteien zu, in dieser Richtung vorzurücken. In den be-nachbarten Dörfern zeigten sich die Bauern vorsichtig, als wollten