Haddington einquartirt gewesen war, die Absicht hätte, an demUser hin sich Edinburgh auf der niedren Küstenstraße zu nähern.Indem er die Höhen hielt, welche dir niedere Straße an vielenStellen beherrschten, hoffte er eine Gelegenheit zu finden, denFeind mit Bortheil anzugreifcn; die Armee machte daher aufdcmKamme von Carberry - Hill Halt, sowohl um die Soldaten zu erfri-schen, als weil dies ein Eentralpunkt war, von welchem der Marschnach jedem Punkte gerichtet werden konnte, wohin die Bewegun-gen des Feindes es räthlich machen würden. Während die Armeein dieser Stellung blieb, langte ein Bote in aller Hast an, MacJvor zu dem Prinzen zu berufen; er fügte zugleich hinzu, daß ihreAvantgarde ein Scharmützel mit der feindlichen Cavallerie ge-habt, und der Baron von Bradwardine einige Gefangene einge-schickt hätte.
Waverley trat etwas vor die Linie, um seine Reugier zu be-friedigen, und bemerkte bald fünf vder sechs Reiter, die mit Staubbedeckt, heran galloppirt kamen, um zu melden, daß der Feind invollem Marsche westlich längs der Küste sei.
Indem er noch etwas weiter vorging, fiel ihm ein schmerzlichesStöhnen auf, das aus einer Hütte ertönte. Er näherte sich demOrte, und hörte eine Stimme in dem englischen Provinzialdialekteseiner Grafschaft das Bater Unser beten, obgleich von Schmerzenoft unterbrochen. Die klagende Stimme fand eine bereite Antwortin dem Busen unseres Helden. Er trat in die Hütte und konnte inder Dunkelheit derselben anfangs nichts erkennen, als eine Art vonrothem Bündel; denn die, welche den Verwundeten seiner Waffenund eines Thciles seiner Kleider beraubten, hatten ihm seine Dra-goneruniform gelassen.
„Um Gotteswille»," sagte der Verwundete, als er Waver-ley's Schritte hörte, „gebt mir einen einzigen Tropfen Wasser."