Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
178
Einzelbild herunterladen
 

178

In einem nieder» Range aber standen Menschen von geringe-rer Art, die gemeinen Bauern des Hochlandes, welche sich zwarnicht so nennen ließen, und oft sogar mit anscheinendem Rechte eineältere Abstammung in Anspruch nahmen, als die Gebieter, denensie dienten, die aber gleichwohl die Kleidung der höchsten Armuthtrugen, schlecht bewaffnet, halb nackt, kleiner und von erbärmli-chem Aussehen waren. Jeder wichtige Clan hatte einige dieser He-loten als Anhängsel. So waren die Mac-Couls, obgleich sie ihreAbstammung von Comhal, dem Vater Fingal's, herleiteten, eineArt von Gibernitc», oder erblicher Diener der Stuarts von Ap-pine; die Macbeths, von dem unglücklichen Monarchen diesesNamens stammend, waren Unterthanen der Moray's, und ClanDonnochi oder Robertson von Athole. Noch könnten viele andereBeispiele aufgestellt werden, müßte ich nicht fürchten, den Stolzirgend einer noch bestehenden Clanschaft zu verletzen, und dadurcheincnHochlandssturm aufdcnLaden meines Buchhändlers zu leiten.Diese Heloten waren im Allgemeinen sehr spärlich genährt, schlechtgekleidet und noch schlechter bewaffnet, obgleich die Willkührherr-schaft des Häuptlings, unter dem sie Holz fällten, und Wasser tru-gen, sie in das Feld zwang. Die schlechte Bewaffnung rührte inder Lhat hauptsächlich von der Akte allgemeiner Entwaffnung her,welche im ganzen Hochlande zur Ausübung kam, obgleich die mei-sten Häuptlinge sich ihrem Einflüsse dadurch zu entziehen wußten,daß sie die Waffen ihrer unmittelbaren Clans-Leute behielten, undnur die schlechter« jener niedern Satelliten ablieferten. Darausfolgte denn natürlich, daß viele dieser armen Schelme in einem sehrerbärmlichen Zustande in das Feld zogen.

So kam es denn, daß in Abtheilungen, deren Spitze vortreff-lich, und auf ihre cigcnthümliche Weise bewaffnet war, die Letztenwahren Banditen glichen. Hier war eine Holzart, dort ein Schwertohne Scheide; hier ein Gewehr ohne Schloß, dort eine Sense an