einer Stange befestigt; Einige hatten sogar nichts als ihren Dolchoder Pfähle, die sie aus irgend einem Zaune gezogen. Das grim-mige, ungekanntc und wilde Aussehen dieser Menschen, von denendie Meisten mit der Bewunderung der Unwissenheit die gewöhnlich-sten Erzeugnisse der häuslichen Künste anblickten, erweckte bei denNiederländern Staunen, aber auch Schrecken. Der Zustand desHochlandes war in jener Zeit noch so wenig bekannt, daß der Cha-rakter und das Aeußcre seiner Bevölkerung, als sie so zu militäri-schen Abenteuern herabkamen, bei den südlichern Niederländerneben so viel Staunen erregten, wie ein Einfall afrikanischer Negeroder Eskimos, der von den nordischen Bergen herabgekommenwäre. Man darf sich deshalb nicht darüber wundern, wenn Wa-verley, der bisher die Hochländer im Allgemeinen nur nach dem be-urtheilt hatte, was Fergus ihm davon dann und wann gezeigthatte, über das kühne Unternehmen eines Heeres staunte, welchesnicht über 4000 Mann zählte, von dem höchstens die Hälftebewaffnet war, und welches es dennoch unternehmen wollte, dasSchicksal der britischen Königreiche umzugestalten.
Während er an der Colonnc hinging, die noch stand, wurdeeine eiserne Kanone, das einzige Artillerie-Geschütz, welches dieArmee besaß, die eine so wichtige Revolution unternahm, zumSignal des Abmarsches abgefeucrt. Der Ritter hatte den Wunschausgesprochen, dieses nutzlose Geschütz zurückzulassen, zu seinemStaunen aber verwendeten die Hochlandshäuptlinge sich dafür, daßcs den Marsch mitmachen sollte, indem sie auf die Vorurtheile ihrerLeute aufmerksam machten, welche, an Artillerie wenig gewöhnt,diesem Geschütz eine» albernen Grad der Wichtigkeit beilegten, underwarteten, daß es wesentlich zu einem Siege beitragen würde, densie nur durch ihre Muskeren und Schwerter erringen könnten. Zweioder drei französische Artilleristen wurden daher zur Bedienung dic-
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