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pfange seines Freundes von Seiten seiner Schwester eine finstereAuslegung gegeben hatte.
„ Das also ist das Ende meines wachen Traumes?" Das warWaverley's erster Gedanke, und er war ihm so peinlich, daß er jedenBlutstropfen aus seinen Wangen trieb.
„Großer Gott!" rief Rosa Bradwardine, „er ist noch nichtwiederhergestellt."
Diese Worte, welche sie mit großer Rührung aussprach, Hörleder Ritter selbst, der schnell vortrat, und Waverley's Hand ergrei-fend, freundlich nach seiner Gesundheit fragte, und dann hinzu-fügtc: daß er mit ihm zu sprechen wünschte. Durch eine heftigeplötzliche Anstrengung, welche die Umstände unerläßlich machten,gewann Waverley so viel Selbstbeherrschung, daß er dem Prinzenschweigend in eine ferne Ecke des Gemaches folgen konnte.
Hier hielt der Prinz ihn einige Zeit zurück, indem er mehrereFragen nach den großen Torys und katholischen Familien Englands,ihren Verbindungen, ihrem Einflüsse, und ihren Neigungen gegendas Haus Stuart vorlegte. Auf diese Fragen hätte Edward zu jederZeit nur allgemeine Antworten geben können, und man muß ver-muthcn, daß bei dem gegenwärtigen Zustande seiner Gefühle seineAntworten undeutlich bis zur Verwirrung waren. Der Ritter lä-chelte einige Mal über das Unzusammenhängende seiner Entgegnun-gen, fuhr aber in der Unterhaltung fort, obgleich er sich gezwun-gen sah, den größten Lhcil derselben allein zu führen; endlich be-merkte er, daß Waverley seine Geistesgegenwart wiedcrgewonnenhatte. Es ist wahrscheinlich, daß diese lange Audienz zum Lheilaus der Absicht des Prinzen hcrrührte, seiner Umgebung einen ho-hen Begriff von der politischen Wichtigkeit Waverley's beizubrin-gen. Es schien aber nach seinem letzten Ausdrucke, daß er aucheinen ganz andern und gutmüthigen Beweggrund hatte, unsermHelden persönlich, indem er das Gespräch verlängerte. „Ich