ten Bekannten, Mr. Falconer von Balmawhapplc, wiederzucr-kenncn.
Obgleich Edward's Trennung von diesem Manne nicht diefreundlichste gewesen war, würde er doch gern jede Erinnerung anihren thörichtcn Streit vergessen haben, um des Vergnügens gesel-liger Frage und Antwort zu genießen, dessen er so lange beraubt ge-wesen war; aber offenbar schien die Erinnerung an die durch denBaron von Bradwardine erlittene Niederlage, deren unwill-kührliche Ursache Edward gewesen war, in diesem gemeinen, ob-gleich stolzen Laird noch nachzuwirkcn. Er vermied sorgfältig jedesZeichen der Bekanntschaft, ritt mürrisch an der Spitze seiner Leute,welche, obgleich an Zahl kaum dem Beritte eines Unteroffiziersgleich, doch den Namen: „Schwadron des Capitain Falconer"trugen, und einen Trompeter und eine Fahne hatten, welche derCornct Falconer, des Lairds jüngerer Bruder, trug. Der Lieute-nant, ein ältlicher Mann, hatte mehr das Ansehen eines Jägersund muntern Gesellschafters; ein Ausdruck trockenen Humorsherrschte in seinem Gesichte über Züge gemeiner Art vor, welchedie Gewohnheit der Unmäßigkeit verricthen. Sein dreieckiger Hutsaß stark auf einem Ohre, und während er unter dem Einflüsse voneinem halben Maaß Branntwein ein Liedchen pfiff, schien er lustigvorwärts zu traben, in glücklicher Gleichgültigkeit gegen den Zu-stand des Landes, die Führung der Abtheilung, das Ende der Tage-reise, und alle sublunarischen Dinge überhaupt.
Von diesem Menschen, der dann und wann neben seinemPfcrderitt, hoffte Waverlcy einige Nachricht zu erlangen, oder sich dochwenigstens den Weg durch Geschwätz mit ihm abzukürzcn.
„Ein schöner Abend, Sir," war Edward's Gruß.
„Ei, ja, Sir! Eine schöne Nacht!" antwortete der Lieute-nant in dem breiten schottischen Dialect der gemeinsten Art.