Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
60
Einzelbild herunterladen
 

60

Seine Kinder?" sagte die Amazone, und blickte ihrenMann mit einem Grinsen unbeschreiblicher Geringschätzung an.Seine Kinder!"

Qwär'crwdt, der gute Mann,

Und lag' im Grab', der gute Mann.

Dann frcnt' ich meiner WittwcnschaflMich mit 'nein Hvchlandsmann voll Kraft.

Dieser Gesang, welcher ein unterdrücktes Gelächter bei demjüngern Lheile der Zuhörer erweckte, überwältigte die hartgeprüfteGeduld des Mannes vom Ambos vollends.

Mich soll derLeufel holen," schrie er,wenn ich ihr nichtdie Worte in die Gurgel zurückschlage," und zugleich ergriff er mitrasender Wuth eine eiserne Stange; wahrscheinlich hätte er seineDrohung vollzogen, wäre er nicht durch einen Theil des Haufenszurückgehalten worden, während andere bemüht waren, ihm dasWeib aus dem Gesichte zu führen.

Waverley wollte in der Verwirrung seinen Rückzug antretcn,aber er sah sein Pferd nirgends. Endlich entdeckte er in einiger Ent-fernung seinen treuen Begleiter Ebenezer, der, sobald er bemerkte,welche Wendung die Sachen leicht nehmen könnten, beide Pferdeaus dem Gedränge gezogen hatte, auf dem einen saß, das andeream Zügel hielt, und jetzt auf den lauten und wiederholten Ruf Wa-verley'S nach seinem Pferde antwortete:Nein, nein, wenn Ihrkein Freund der Kirche und des Königs seid, und als solch eine Per-son festgcnommen werdet, so müßt Ihr einem ehrlichen Menschenfür den Contraktbruch stehen, und ich behalte das Pferd und denMantelsack für Schadloshaltung und Kosten, denn mein Pferd undich, wir verlieren das morgende Tagewerk, und überdies noch dieRachmittagsvrcdigt."