Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
34
Einzelbild herunterladen
 

Ich fürchte, daß ich mir eine unpassende Freiheit nehme,wenn ich Sie belästige, aber ich kann sonst Niemand anvertrauen.Ihnen Dinge mitzutheilcn, die sich hier zugctragen haben, und mitdenen Sie bekannt gemacht werden müssen, wie mir scheint. Ver-zeihen Sie mir, wenn ich Unrecht thue, doch ach, Mr. Wavcrlcy,ich habe keinen bessern Rathgeber als meine eigenen Gefühle;mein thcurer Vater ist fort, und wann er zu meinem Beistände undmeinem Schutze zurückkehrt, weiß nur Gott. Sie haben wahr-scheinlich gehört, daß in Folge beunruhigender Nachrichten ausdem Hochlande Befehle erthcilt wurden, mehrere Edelleute unsererGegend zu verhaften, und unter Andern auch meinen Vater. Trotzaller meiner Thräncn und Bitten, sich der Regierung zu überlie-fern, vereinigte er sich mit Mr. Falkoner und einigen andern Edel-lcuten, und Alle sind mit etwa 40 Reitern nordwärts gezogen. Ichbin also nicht sowohl wegen seiner augenblicklichen Sicherheit be-sorgt, als wegen der Folgen, denn diese Unruhen beginnen erst.

Doch das Alles geht Sie nichts an, Mr. Waverley, nur glaubteich, daß cs Sie freuen würde, meinen Vater in Sicherheit zu wis-sen, wenn Sie zufällig hören sollten, daß er in Gefahr war.

Den Tag nach der Entfernung meines Vaters kam eine Ab-theilung Soldaten nach Tully-Veolan und benahm sich sehr rohgegen den Amtmann Macwheeble; aber der Offizier warsehr artiggegen mich, nur sagte er, daß seine Pflicht ihn zwänge, nach Waf-fen und Papieren Haussuchung zu halten. Mein Vater hatte da-gegen Vorkehrungen getroffen, indem er alle Waffen mitnahm,ausgenommen die alten, unbrauchbaren Dinge, die in der Hallehängen; auch alle Papiere hatte er fortgcschasft.

Aber, ach, Mr. Waverley, wie soll ich Ihnen sagen, daß !die Soldaten sich nach Ihnen erkundigten, und fragten, wann Siein Tully-Veolan gewesen, und wo Sic jetzt wären. Der Offi-zier ist mit seinen Leuten wieder zurückgcgangen, aber ein Unter-