Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
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Ich wage es kaum," sagte sic,Euch den Zustand meinerGefühle zu beschreiben, denn sie sind so verschieden von denen, welcheman bei jungen Mädchen meines Alters gewöhnlich findet; eben sowage ich es kaum, Das zu berühren, was ich für die eigentliche Na-tur Eurer Gefühle halte, weil ich fürchte, da zu verletzen, wo ichgern Trost gewähren möchte. Was mich selbst betrifft, so habeich von meiner Kindheit bis zu diesem Lage nur einen Wunsch ge-habt: dieWicdereinsctzung meiner königlichen Wohlthäter aufihrenrechtmäßigen Thron. Es ist unmöglich, Euch zu beschreiben, wieganz meine Gefühle nur diesem einen Gegenstände zugewendet sind,und ich gestehe offen, daß sie meinen Geist so ganz in Anspruch ge-nommen haben, jeden Gedanken an Das auszuschließen, was maneine Versorgung nennt. Möge ich nur den Tag dieser glücklichenWiedereinsetzung erleben, und eine Hochlandhütte, ein französi-sches Kloster, oder ein englischer Pallast sind mir vollkommen gleich-gültig."

Aber, theuerste Flora, weshalb ist Euer enthusiastischerEifer sür die verbannte Familie mit meinem Glücke unverträglich?"

Weil Ihr in dem Gegenstände Eurer Zuneigung ein Herzsucht oder suchen solltet, dessen erstes Entzücken darin besteht, Euerhäusliches Glück zu erhöhen, und Eure Neigung zu erwidern, selbstauf romantische Weise. Einen Mann von weniger scharfem Gefühl,von weniger enthusiastischer Neigung, könnte Flora Mac-Jvorvielleicht zufrieden, wohl gar glücklich machen, denn wäre das un-widerrufliche Wort gesprochen, so würde sie die gelobten Pflichtennie verletzen."

Und weshalbweshalb, Miß Mac-Jvor, haltet Ihr Euchfür einen wertvolleren Schatz für einen Mann, der weniger fähig,Euch zu lieben, Euch zu bewundern, ist, als ich?"

Rur deshalb, weil der Ton unserer Zuneigung übereinstim-mender sein würde, und weil sein weniger lebhaftes Gefühl nicht