Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

jede Erinnerung an ihre Zwistigkeiten verbannt zu habe», und weitentfernt von jedem Mittel, zu erfahren, daß Richard's Ungnade inder That nur die gerechte und natürliche Folge seiner mißlungenenJntriguen sei, betrachtete der gute, doch leichtgläubige Baronct,sie als einen neuen schreienden Beweis für die Ungerechtigkeit derbestehenden Regierung. Es sei wahr, sagte er, und er dürfte selbstvor Edward nicht verhehlen, daß sein Vater eine solche Beschim-pfung, die hier zum ersten Male einem Gliede seines Hauses wider-führe, nicht erfahren haben würde, hätte er sich dem nicht dadurchausgcsetzt, daß er unter dem gegenwärtigen System eine Anstel-lung angenommen. Sir Everard zweifele nicht, daß er jetzt dieGröße seines Jrrthums einsehe und fühle, und cs werde sein (SirEverard's) Geschäft sein, dafür zu sorgen, daß diese Reue sich nichtauch auf pecuniäre Folgen erstrecke. Es sei genug für einen Waver-ley, öffentliche Ungnade erduldet zu haben; die anderen Folgenkönnten leicht durch das Haupt der Familie abgewendet werden.Aber es sei die Meinung des Mr. Richard Waverley, so wie seineeigene, daß Edward, der Repräsentant der Familie Waverley,nicht in einer Lage bliebe, welche ihn einer eben solchen Behandlungaussetzte, wie die, die sein Vater zu erdulden gehabt. Er forderedeshalb seinen Neffen auf, die beste und zugleich die nächste Gele-genheit zu ergreifen, dem Kriegsamte seine Abdankung einzusenden,und deutete überdies darauf hin, daß wenig Eercmonie nöthigwäre, wo man gegen seinen Vater so wenig gezeigt hatte. Zugleichsendete er dem Baron von Bradwardinc tausend Grüße.

Ein Brief der Tante Rahel sprach sich noch deutlicher aus.Sie betrachtete die Ungnade ihres Bruder Richard als die gerechteStrafe für seinen Abfall von dem gesetzmäßigen, wenn gleich ver-bannten Herrscher, und seines Eides gegen einen Fremden; einZugeständniß, welches ihr Großvater Sir Nigel Waverley sowohlgegen das rundköpfige Parlament, als gegen Eromwell zu machen