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wurde, war von anderem und viel wichtigerem Inhalt. Es würdefür den Leser unmöglich sein, selbst wenn wir die Briefe ihrem gan-zen Inhalte nach mittheilten, die Ursache, weshalb sie geschriebenwurden, zu erkennen, ließen wir ihn nicht einen Blick in das In-nere eines britischen Cabinettes werfen.
Die Minister waren (was nämlich kein auffallendes Ereignißist) in zwei Parteien getheilt; die schwächste derselben ersetzte durchEifer der Jntrigue ihren Mangel wahrer Wichtigkeit, und hatteunlängst einige Proselitcn gewonnen, und mit ihnen die Hoffnung,die Nebenbuhler in der Gunst des Herrschers zu vernichten, und indem Hause der Gemeinen zu überwältigen. Unter Anderem hattensie es auch der Mühe Werth gehalten, auf Richard Waverley ein-zuwirkcn. Dieser Ehrenmann hatte einen gewissen Namen undEinfluß im öffentlichen Leben errungen, mehr durch ein ernstes ge-heimnißvolles Wesen, eine Aufmerksamkeit auf die Etikette desGeschäftes, als durch das eigentliche Wesen desselben, mehr durchdie Geschicklichkeit, lange Reden voller Gemeinplätze und technischerAusdrücke zu halten, als durch wahre Beredsamkeit, und so galt erbei Vielen sogar für einen tiefen Politiker.
Dieser Glaube war so allgemein geworden, daß der erwähnteLheil des Cabinettes, nachdem er Mr. Richard Waverley geprüfthatte, so zufrieden mit seinen Gesinnungen und seiner Tüchtigkeitwar, daß ihm aus den Fall des Gelingens der dem Ministerium be-vorstehenden Umwälzung in der neuen Ordnung der Dinge ein wich-tiger Platz zu Lheil werden sollte, zwar nicht grade vom erstenRange, aber doch in Bezug auf Besoldung und Einfluß weit höher,als der, dessen er sich jetzt erfreute. So verführerischen Vorschlä-gen ließ sich nicht widerstehen, obgleich der große Mann, unterdessen Patronat er eingetreten war, und unter dessen Banner erbisher fest gestanden hatte, der Hauptgegenstand deschon den neuenAlliirten gebotenen Angriffes war. Unglücklicher Weise wurde die-