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1 (1851) Waverley
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bieski, widmete sie nicht dem Zwecke, den Bauern Erleichterungzu verschaffen, denn das war ein Wort, welches sic entweder nichtkannte oder allem Anscheine nach nicht kennen zu lernen wünschte,sondern dem, sür ihre nothwcndigen Bedürfnisse zu sorgen, wennsie krank oder von hohem Alter waren. Zu jeder andern Zeit such-ten sie eher mit dem Häuptlinge etwas durch einen Beweis ihrerAnhänglichkeit zu thun zu bekommen, als daß sie von ihm einen an-dern Beistand erwarteten, wie den, welchen die rohe Gastlichkeitseines Schlosses gewährte, und die allgemeine Bcrtheilung undUntervertheilung seiner Besitzungen unter sie. Flora war bei Al-len so beliebt, daß wenn Mac Murrough ein Lied dichtete, inwelchem er alle die vorzüglichsten Schönheiten der Gegend auf-zählte, und dann ihreUcberlegenheit dadurch andeutete, daß er damitschloß:Der schönste Apfel hängt an dem höchsten Zweige," er vonden Elansgliedern mehr Saathafer zum Geschenk erhielt, als-thig gewesen wäre, seinen Hochlands Parnaß, des Barden Feld,wie es genannt wurde, zehnmal zu besäen.

Durch die Verhältnisse sowohl als auch aus Wahl war die Ge-sellschaft der Miß Mac Ivor sehr bcschänkt. Ihre vertrautesteFreundin war Rosa Bradwardinc gewesen, der sie sich innig zugc-than fühlte, und wenn man sie beisammen sah, hätten sie einemKünstler zwei bewundernswerthe Gegenstände für die ernste undheitere Muse bieten können. Rosa wurde von ihrem Vater so zärt-lich bewacht, und der Kreis ihrer Wünsche war so beschränkt, daßkeiner erwachte, als den er zu erfüllen geneigt war, und kaumeiner, der nicht im Bereiche seiner Macht lag. Mit Flora war e

cs etwas Anderes. Beinahe noch ein Kind hatte sie den vollkom-mensten Wechsel von Heiterkeit und Pracht, zu gänzlicher Einsam-keit und vergleichungswciser Armuth erfahren, und die Gedanken »

und Wünsche, welche sie hauptsächlich nährte, betrafen große na-tionale Ereignisse, die nicht ohne Gefahr und Blutvergießen her-