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1 (1851) Waverley
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Alles zu thun, Alles zu dulden, Alles zu opfern. Aber ihre An-hänglichkeit übcrtraf die ihres Bruders an Reinheit wie an Fana-tismus. An kleinliche Jntriguen gewöhnt, und dadurch nothwen-diger Weise in tausend unlautere und selbstische Discussionen ver-wickelt, und dabei von Natur ehrgeizig, war sein politischer Glaubedurch die Absichten des Interesses und des Steigens, die sich so leichtdamit verbinden ließen, wenigstens gefärbt, wo nicht befleckt; undvon dem Augenblicke an, wo er sein Schwert zog, konnte schwergesagt werden, ob es mehr in der Absicht geschehe, um Jacob Stu-art zum König oder Fergus Mac Jvor zum Grafen zu machen.Dies war in derLhat ein Gemisch von Gefühlen, das er sich selbstnicht einmal gestand, aber cs existirte nichts destoweniger in ho-hem Grade.

In Floras Busen dagegen brannte der Eifer der Treue reinund ungemischt mit irgend einem selbstsüchtigen Gefühle; sic würdeeben so leicht Religion zur Maske ehrgeiziger und selbstsüchtigerAbsichten gemacht, als sic unter den Meinungen versteckt haben,welche sie als Patriotismus zu betrachten gelehrt worden war. Einesolche Anhänglichkeit war nichts Ungewöhnliches unter den Anhän-gern des unglücklichen Geschlechtes der Stuart, und meine Leserwerden sich gewiß an manches denkwürdige Beispiel dafür erinnern.Aber besondere Aufmerksamkeit von Seiten des Ritters von St.Georg und seiner Gemahlin gegen Fergus Aeltern, und dessenSchwester, so wie für sie selbst, als sic Waisen wurden, hatte dieseAnhänglichkeit befestigt. Nach dem Tode seines Vaters war Fer-gus einige Zeit Ehrcnpage bei der Gemahlin des Ritters, und we-gen seiner Schönheit und seines heiteren Gemüthcs wurde er vonihr mit vieler Auszeichnung behandelt. Diese erstreckte sich auchans Flora, welche einige Zeit in einem Kloster ersten Ranges aufKosten der Prinzeßin erzogen und dann in die eigene Familie der-selben ausgenommen wurde, wo sic beinahe zwei Jahr zubrachte.