Die Halle, in welcher das Fest bereitet war, nahm den ganzenersten Stock von Jan nan Chaistel's ursprünglichem Bau ein, undein schwerer Eichentisch erstreckte sich durch die ganze Länge. DieZubereitungen zu dem Mahle waren einfach bis zur Aermlichkeit,und die Gäste zahlreich bis zur Ueberfüllung. An dem ober« Endeder Tafel saß der Häuptling selbst, mit Edward und zwei oder dreiHochland - Gästen von benachbarten Clans; die Aeltcsten seineseignen Stammes, Faustpfändner und Miethmänner, wie sie ge-nannt wurden, welche Theile seiner eigenen Güter aus Erbpachtoder als Lehne inne hatten, nahmen dann den nächsten Rang ein;auf diese folgten deren Söhne, Neffen und Milchbrüder; dann dieBeamten von des Häuptlings Haushaltung nach ihrem Range, undzu unterst von Allen, die Hintersassen, welche den Boden wirk-lich bebauten. Und selbst über diese lange Reihe hinaus konnte Ed-ward im Grünen, nach welchem sich zwei schwere Flügelthürcn öff-neten, eine Menge von Hochländern noch geringerer Classe sehen,welche gleichwohl als Gäste betrachtet wurden, und sowohl an derHaltung des Gastgebers als an den Genüssen des Tages ihren An-theil hatten. In der Ferne, und diese äußerste Gränze des Ban-kettes umfluthend, zeigte sich eine Menge von Weibern, zerlumptenKnaben und Mädchen, alten und jungen Bettlern, und Hundenaller Gattungen; diese Alle nahmen einen unmittelbarere! oder mit-telbaren! Antheil an dem Feste.
Diese scheinbar unbcgränzte Gastfreiheit hatte gleichwohl ihreBeschränkung der Sparsamkeit. Einige Mühe war aufdie Schüs-seln der Fische, des Wildprets, am obern Ende der Tafel und un-mittelbar unter dem Auge des englischen Gastes verwendet worden.Weiter unten standen gewaltige Schüsseln von Schöps- und Rind-fleisch, welche, mit Ausnahme des Schweinefleisches, welches inden Hochlanden verabscheut wird, viel Aehnlichkeit mit dem rohenFeste für die Dienerschaft der Penelope hatten. Aber das Hauptge-