Dieser letzte Grund gestattete keine Widerrede, auch versuchteEdward keine; er zog cs vielmehr vor, das Gespräch wieder aufDonald Bcan Lean zu bringen. „Beschränkt sich Donald aufRindvieh, oder hebt er, wie Ihr es nennt, auch andere Dinge aus,die ihm in den Weg kommen?"
„Ei, er ist nicht leckern, und nimmt Älles, am liebsten aberRindvieh, Pferde oder lebendige Christen; denn Schafe lassen sichzu langsam treiben, Hausgeräth nimmt zu viel Raum weg, undist überdies hier im Lande nicht leicht zu versilbern."
„Aber raubt er auch Männer und Weiber?"
„Ei freilich! Hörtet Ihr ihn nicht von dem Voigt aus Pcrthsprechen? Dem kostete es über fünfhundert Marks *), bis er wiederaus die Südseite von Bally-Brough kam. — Aber ein Mal spielteDonald einen prächt'gen Streich. Es sollte eine fröhliche Hochzeitgefeiert werden, zwischen der Lady Eramfeezer, in dem Thale vonMcares (sie war des alten Laird's Wittwe, und nicht mehr so jung,wiesle früher gewesen war) und dem jungen Gilliewhackit, der seinganzes Erbe und Gut wie ein Edelmann bei Hahncnkämpfen,Stierhetzen, Pferderennen und dergleichen verthan hatte. Nunwußte aber Donald Bcan Lean, daß der Bräutigam in Ansehnstand, und da er Silber fassen wollte, entführte er Gilliewhackit mitList, als er Nachts schlaftrunken, und etwas berauscht, nach Hauseritt; und mitHülfe seiner Burschen schleppte er ihn mit Blitzes-schnelle in die Berge, und der erste Ort, an dem er erwachte, wardie Höhle von Uaimh an Ri. Nun war es schwer den Bräutigamzu lösen, denn Donald wollte keinen Pfennig von tausend PfundNachlassen."
d Schottische Silbcrniiinzc, ungefähr 14 Pfennig an Werth.