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1 (1851) Waverley
Entstehung
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che der Räuber prunkend seinen Brotschrank nannte, hingen ein ab-gezogenes Schaaf und zwei kürzlich geschlachtete Kühe. Der vor-nehmste Bewohner dieses ckgcnthümlichcn Hauses kam, von EvanDhu als Ceremonicnmcister begleitet, seinem Gaste entgegen, inAeußcrem und Wesen ganz von Dem verschieden, wie dessen Einbil-dungskraft sich ihn gedacht hatte. Das Handwerk, welches er trieb,die Wildniß, in der erlebte, die wilden Kricgergestalten, die ihnumgaben, waren berechnet, Schrecken cinzuflößen. Rach diesenUmgebungen war Waverley darauf gefaßt, eine finstere, ricscn-mäßigc Gestalt zu erblicken, wie Salvator sie zunr Mittelpunkteeiner Banditengruppe gewählt haben würde.

Donald Bean Lean war von alle dem das Gcgcntheil. Erwar mager und klein von Gestalt, hatte röthliches Haar, und einblasses Gesicht, von welchem er seinen Namen l!ea» oder ,,wciß " ab-Icitetc, und obgleich er gewandt, wohlgebaut und thätig schien,war er doch im Ganzen nur eine kleine und unbedeutende Gestalt.Er hatte in geringerem Grade in der französischen Armee gedient,und um seinen englischen Gast mit größerer Formalität zu empfan-gen, und wahrscheinlich, weil er ihm dadurch eine Artigkeit zu er-weisen meinte, hatte er für den Augenblick seine Hochlandstrachtabgelegt, und eine alte blau und rothe Uniform ungezogen, unddazu einen Fcderhut aufgesetzt, was ihn durchaus nicht vortheilhaftkleidete, und wodurch er mit Allem ringsumher verglichen, so unbe-deutend aussah, daß Waverley versucht gewesen wäre, zu lachen,wäre Gelächter artig oder sicher gewesen. Der Räuber empfing Ca-pital» Waverley mit einem Schwalle französischer Artigkeiten undschottischer Gastfreundlichkeit, schien seinen Namen und seine Ver-bindungen genau zu kennen, und besonders von den politischen Ge-sinnungen seines Oheims genau unterrichtet zu sein. Diesem zollteer große Lobsprüche, die Waverley nur durch allgemeine zu beant-worten für klug hielt.