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hervor, daß die frühe Liebe oft bei der Wahl ihres Gegenstandesehrgeizig ist, oder, was auf Eins heraus kömmt, ihn (wie bei demoben erwähnten Falle der heiligen Cacilia) aus einer Lage wählt,welche für >s beau läeal einen freien Spielraum gewährt, den dieWirklichkeit eines vertraulichen Familienlebens eher beschränkt,als erweitert. Ich kenne einen vollendeten und gefühlvollen jun-gen Mann, der von einer heftigen Leidenschaft für eine schöne Frau,deren Talente ihrem Gesicht und ihrer Figur nicht gleich kamen,dadurch geheilt wurde, daß er ihr einen ganzen Nachmittag Ge-sellschaft leisten durfte. So ist es gewiß, daß, wäre Edward dieGelegenheit geboten worden, sich mit Miß Stubbs zu unterhalten,die Vorsicht der Tante Rahel unnölhig war, weil er sich dann ebenso schnell in das Milchmädchen verliebt haben würde. Freilich warMiß Bradwardine ein ganz anderer Charakter, dennoch aber istes wahrscheinlich, daß eben ihr vertrauter Umgang ihn hinderte,für sie andere Gefühle zu hegen, als die eines Bruders für eineliebenswürdige, ausgezeichnete Schwester. Die Gefühle der ar-men Rosa dagegen nahmen allmählig, und, ihr selbst unbewußt,einen Schatten wärmerer Zuneigung an.
Ich hätte erwähnen sollen, daß Edward, als er, wie oben er-zählt wurde, die Bücher aus Dundee holen ließ, um verlängertenUrlaub bat, der ihm auch gewährt wurde. Der Brief seines Ober-sten aber enthielt den freundschaftlichen Rath, seine Zeit nicht aus-schließlich Personen zu widmen, die im allgemeinen Sinne sehrachtungstöerth sein möchten, von denen man aber nicht annehmendürfte, daß sie einer Regierung zugethan wären, deren Anerken-nung durch den Eid der Treue sie verweigerten. Der Brief deu-tete ferner, obgleich sehr schonend, daraufhin, daß gewisse Fami-lienverbindungen es dem Capitain Waverley vielleicht nothweüdigmachten, mit Männern umzugehcn, die sich in einem solchen un-angenehmen Zustande des Verdachtes befänden, daß aber seines