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ganze Nachbarschaft vermuthete, er Härte sie den Vortheilen einerVerbindung seiner Lachter mit dem reichen jungen Engländer ge-öffnet, und ihn für einen weit geringeren Narren erklärte, als ersich gewöhnlich bei Angelegenheiten gezeigt hatte, die seinen per-sönlichen Vartheil beirasen.
Hätte der Baron aber wirklich auf eine solche Verbindung ge-sonnen, so würde Waverley's Gleichgültigkeit für seinen Plan einunübersteigliches Hinderniß gewesen sein. Seit unser Held inFreiheit und Verkehr mit der Welt getreten war, hatte er gelernt,mit großer Schaam und Verwirrung an seine geistige Legende derheiligen Cacilia zu denken, und sein Verdruß über diese Betrach-tungen konnte leicht, wenigstens für einige Zeit, der natürlichenEmpfänglichkeit seiner Gefühle das Gegengewicht halten. Ueber-dieß besaß Rosa Bradwardine, so reizend und liebenswürdig wirsie auch geschildert haben, nicht grade jene Art der Schönheit undder Vorzüge, welche ein romantisches Gcmüth in früher Jugendfesseln. Sie war zu offen, zu vertrauensvoll, zu freundlich; lie-benswürdige Eigenschaften ohne Zweifel, aber das Wunderbarevernichtend, womit ein Jüngling von glühender Einbildungskraftdie Gebieterin seiner Neigungen auszustatten liebt. War es mög-lich, vor dem schüchternen, und doch heiteren Mädchen, das jetztEdward bat, ihr eine Feder zu schneiden, dann, ihr eine Stanze imLasso zu erklären, dann wieder, ihr ein langes, langes Wort zueinem richtigen Verse theilen zu helfen, sich zu beugen, vor ihm zuzittern und es auzubeten? Alle diese Umstände üben ihren Zauberauf das Gemüth in gewissen Perioden des Lebens, doch nicht, w.nnein Jüngling erst in dasselbe eintritt, und wohl nach einem Gegen-stände umblickt, dessen Neigung ihn in seinen eigenen Augen er-höhen kann, nicht aber nach einem solchen, der diese Auszeichnungvon ihm selbst erwartet. Obgleich bei einer so eigensinnigen Lei-denschaft keine Regel ausgestellt werden kann, geht hieraus doch