rischen Schätze, welche Edward's Besuch ihr bot. Er ließ ausseiner Garnison einige seiner Bücher kommen, und diese eröffntenihr eine Quelle des Entzückens, von dem sie bisher keine Idee ge-habt hatte. Die besten englischen Dichter jeder Art und anderebelletristische Werke bildeten einen Theist dieser kostbaren Ladung.Ihre Musik und selbst ihre Blumen wurden vernachlässigt, undSaunderson murrte nicht nur über eine Arbeit, für welche er jetztkaum noch einen Dank erhielt, sondern begann sogar, sich dagegenaufzulehnen. Diese neuen Freuden wurden allmählig dadurcherhöht, daß sie sie mit einem Mann von gebildeterem Geschmacketheilte. Edwards Bereitwilligkeit, schwierige Stellen zu erklä-ren und auseinander zu setzen, machten seinen Beistand unschätz-bar, und die wildere Romantik seines Geistes entzückte einen Cha-rakter, der zu jung und unerfahren war, um seine Mängel zu be-merken. Bei Gegenständen, die ihn interessirtcn, und wenn ersich ganz behaglich fühlte, besaß er jenen Strom natürlicher undglühender Beredsamkeit, welche ein weibliches Herz zu gewinnenfür ebenso mächtig gehalten wird, als Gestalt, Benehmen, Ruhmund Reichthum. Es waltete daher wachsende Gefahr für der ar-men Rosa Gemüthsruhe in diesem beständigen Verkehr, und dieseGefahr war um so größer, da ihr Vater, in seine Studien zu sehrvertieft, und von seiner eigenen Würde zu sehr eingenommen war,um davon zu träumen, daß seine Tochter derselben ausgcsctzt sei.Die Töchter des Hauses Bradwardinc waren seiner Meinung nach,gleich denen der Häuser Bourbon oder Oestreich, hoch über dieWolken der Leidenschaft erhaben, welche die Erkenntniß gerin-gerer weiblicher Wesen verdunkeln konnte; sie bewegten sich in ei-ner andern Sphäre, wurden geleitet durch andere Gefühle, durchandere Gesetze, als die eitler, phantastischer Zuneigung. Kurz,er schloß seine Augen so ganz gegen die natürlichen Folgen vonEdward's vertraulichem Umgänge mit Miß Bradwardine, daß die
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