Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
114
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die Belohnung edler und großmüthiger Handlungen bezeichnet, undnicht als einen Ohrkitzel durch Wortspiele, wie man sie in denScherzbüchcrn findet."

Bon seinem Streite mit Sir Hew sagte der Baron weiternichts, als daß er auf anständige Weise ausgemacht worden sei.

Da wir bei den Beschreibungen der Unterhaltungen in Tully-Veolan am ersten Lage nach Edwards Ankunft so genau waren,um den Leser mit alle» seinen Bewohnern bekannt zu machen, wirdes setzt weniger nöthig, den weiteren Verkehr mit derselben Ge-nauigkeit zu beschreiben. Es ist wahrscheinlich, daß ein jungerMann, der an heiterere Gesellschaft gewöhnt war, die Unterhal-tung eines so eifrigen Vertheidigcrs des Schmuckes der Heraldik,wie der Baron, bald überdrüssig geworden wäre; aber Edwardfand eine angenehme Abwechslung in der Unterhaltung der MißBradwardine, welche seinen Unterhaltungen über Literatur auf-merksam zuhörte, und in ihren Antworten einen sehr richtigen Ge-schmack zeigte. Ihr mildes Gemüth hatte sie veranlaßt, sich be-reitwillig und sogar mit Vergnügen in den Lcsecursus zu fügen, denihr Vater ihr vorschrieb, obgleich er nicht nur einige schwere Fo-lianten der Geschichte enthielt, sondern auch gewisse Riesenbandeanglikanischer Polemik. In der Heraldik begnügte er sich zumGlück damit, ihr nur die oberflächlichen Kenntnisse beizubringen,wie sie sich aus den beiden Foliobänden des Nisbet erwerben lassen.Rosa war in der That der Augapfel ihres Vaters. Ihre bestän-dige Liebenswürdigkeit, ihre Aufmerksamkeit auf alle die kleinenRücksichten, welche denen am meisten schmeichelten, die nie darangedacht haben würden, sic zu fordern, ihre Schönheit, welche ihnan die Züge eines geliebten Weibes erinnerte, ihre »»geheuchelteFrömmigkeit, die edle Großmuth ihrer Gesinnungen, würden dieLiebe des zärtlichsten Vaters gerechtfertigt haben.