Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
102
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Gegentheil von dem Allen, und pikirte sich darauf, durch das Le-ben mit derselben stolzen, steifen, stoischen Gravität hinzufchreiten,durch welche sich seine Abcndspaziergänge auf der Terrasse vonTully - Vertan auszcichneten, wo er stundenlang, ein treues Bilddes alten Hardyknute:

Stattlich schritt nach Osten hinUnd stattlich dann nach Westen.

In Beziehung auf die Litteratur las er zwar die klassischenPoeten, und verschiedene andere Dichter, Geschichtschreiber u.s.w.,aber obgleich er auf diese Weise den Musen seine Zeit widmete, sowürde er doch, die Wahrheit zu sprechen, sich weit besser unter-halten haben, waren ihm die frommen oder.gelehrten Abhandlun-gen in schlichter Prosa geboten worden. Zuweilen konnte er sichsogar nicht enthalten, seine Geringschätzung gegen die eitle undnutzlose Kunst der Gedichtcmacherei auszusprechen, in welcher, wieer sagte, zu seiner Zeit nur Einer ausgezeichnet gewesen sei: AllanStansay, der Perückenmachcr.

Aber obgleich Edward und er tot» coela, wie der Baron ge-sagt haben würde, in diesem Punkte von einander abwichen, tra-fen sie doch in der Geschichte auf neutralem Grunde zusammen, aufwelchem Jeder seinen Antheil in Anspruch nahm. Der Baronfüllte sein Gedächtniß nur mitThatsachen, denkalten, trockenen,schrofferen Außenlinicn der Geschichte. Edward dagegen liebte es,die Erzählung mit den Farben einer warmen und lebendigen Ein-bildungskraft auszufüllen und zu runden, und so den handelndenund sprechenden Personen in dem Drama vergangener ZeitalterLicht und Leben zu verleihen. Mit so widersprechenden Neigungentrugen sie aber sehr zu ihrer gegenseitigen Unterhaltung bei. Mr.Bradwardine's kleinliche Erzählungen und gewaltiges Gedächtnißversahen Wavcrlcy mit neuen Gegenständen der Art, an welchenseine Phantasie sich zu üben liebte, und eröffnetcn ihm eine