neue Fundgrube der Zufälle und der Charaktere. Er vergalt dasihm so gewährte Vergnügen durch eine ernste Aufmerksamkeit,welche jedem Geschichtserzähler wcrthvoll ist, cs aber ganz beson-ders für den Baron war, der dadurch seine Gewohnheit der Ehr-furcht vor sich selbst geschmeichelt fühlte; zuweilen auch vergalt ercs durch gegenseitige Mittheilungen, welche Mr. Bradwardineinteressirten, weil sie seine eigenen Lieblingsanecdoten bestätigtenoder erläuterten. Ueberdies sprach Mr. Bradwardine von den Auf-tritten in seiner Jugend, die er in fremden Feldlagern und Ländernzubrachte, und wußte manche interessante Züge von den Generalenzu erzählen, unter denen er gedient, von den Ereignissen, denener beigewohnt hatte.
Beide kehrten sehr zufrieden mit einander nach Tully-Veolanzurück; Wavcrley, begierig, noch aufmerksamer einen Mann zustudiren, in dem er einen seltenen und wichtigen Charakter erkannte,und dessen Gedächtniß ein merkwürdiges Register von alten undneuen Anecdoten enthielt; und Bradwardine, geneigt, Edwardals puee oder vielmehr alssuveiiis Iiormeupei et maxnire inUolis zubetrachten, einen Jüngling ohne jene ungestüme Flüchtigkeit, wel-che über die Unterhaltung und Rathschläge älterer Personen unge-duldig wird; und er sagte deshalb von seinem künftigen Erfolgeund seinem Benehmen in der Welt große Dinge voraus. ImSchlosse fanden sie keinen andern Gast, als Mr. Rubrick, dessenKenntnisse und Unterhaltung als Geistlicher und Gelehrter demBaron und seinem Gaste sehr wohl zusagten.
Bald nach dem Essen machte der Baron, als wollte er zeigen,daß seine Mäßigkeit nicht rein theoretisch sei, den Vorschlag zu ei-nem Besuche in Rosa's Zimmer, oder, wie er cs nannte, reo',sie,»etRoxs. Waverley wurde dem zu Folge durch einen oder zwei derlangen Gänge geführt, mit denen alte Architekten die Bewohnerder von ihnen aufgeführten Häuser in Verlegenheit zu setzen pfleg-