88
trinken, der 1702 solche Dienste leistete, indem das weiße Roß übereinen Berg seiner Arbeit das Genick brach.
Edwarv hatte in diesem Augenblicke den Kopf nicht frei ge-nug, um sich daran zu erinnern, daß König Wilhelms Sturz, durchden sei» Tod herbeigeführt wurde, dadurch veranlaßt worden seinsollte, daß sein Pferd über einen Maulwurfshügel strauchelte; erfühlte sich aber geneigt, einen Toast übel zu vermerken, der nach demfunkelnde» Blicke Balmawhapples eine besondere und ungeziemendeAnspielung auf die Regierung, der er diente, zu enthalten schien.Aber ehe er noch ein Wort sagen konnte, hatte der Baron vonBradwardinc den Streit schon ausgenommen. „Sir," sagte er,„wie meine Gesinnungen tsinguam privat»» in dergleichen Dingenauch sein mögen, so werde ich es doch nie geduldig ertragen, daßIhr irgend etwas sagt, was die ehrenwerthen Gesinnungen einesGastes unter meinem Dache verletzen könnte. Sir, wenn Ihrkeine Achtung vor den Gesetzen der Höflichkeit habt, ehrt Ihr dannauch nicht den Kriegereid, das sacramentu,» militare, durch wel-chen jeder Offizier an die Fahne gefesselt ist, unter der er dient?Blickt auf Titus Livius, was der von den römischen Kriegern sagt,die so unglücklich waren, exuere sscraineiitum, — ihren Legions-eid zu verletzen; — aber Ihr wißt freilich eben so wenig von deralten Geschichte als von der neuen Höflichkeit."
„Ich bin nicht so unwissend, als Ihr mich machen wollt,"schrie Balmawhapple. „Ich weiß wohl, daß Ihr die feierlicheLeague und Eovenant meint; aber wenn auch alle Whigs derHölle" —
Hier sprachen der Baron und Waverlcy beide zugleich; dcrer-stere rief laut aus: „Schweigt, Sir! Ihr zeigt nicht nur EureUnwissenheit, sondern setzt auch Euer Vaterland vor einem Frem-den und einem Engländer herab."— Waverley bat zugleich Mr.Bradwardine, ihm zu erlauben, auf eine Beleidigung zu antwor-