zu Nutz und Frommen eines anderen Barons aus dem Hause Brad-wardine, welcher die Besitzungen des Klosters gegen gewisse räu-berische Edelleutc tapfer vertheidigt hatte. Er wird sehr passendder heilige Bär von Bradwardine genannt, (obgleich der alte Hr.Doubleit ihn scherzend l'rs» ivlusor zu nennen pflegte) und in al-ten, katholischen Zeiten wurden ihm gewisse mystische und über-natürliche Eigenschaften bcigelegt. Obgleich ich nichts auf solche»niii-e gebe, ist es doch gewiß, daß dieser Bär stets als ein feier-licher Festbecher und ein unveräußerliches Erbstück unseres Hau-ses betrachtet wurde; auch wird er nie anders, als bei außerordent-lich festlichen Gelegenheiten gebraucht, und dafür halte ich dasErscheinen von Sir Everards Erben unter meinem Dache; undich widme diesen Trunk der Gesundheit und dem Gedeihen des altenund hochgeehrten Hauses Waverley. "
Während dieser langen Anrede entkorkte er sorgfältig eine mitSpinnengeweben bedeckte Flasche, und goß ihren Inhalt in denPokal, der nahe an einem englischen Maaß faßte; dann reichte erdie Flasche dem Haushofmeister, um gegen das Licht gehalten zuwerden, und schlürfte besorglich den Inhalt des heiligen Bärenvon Bradwardine hinunter.
- Mit Entsetzen und Angst sah Edward das Thier die Rundemachen, und dachte mit großer Besorgniß an den sehr passendenWahlspruch: „Hüte dich vor dem Bären." Zugleich aber sah erein, da keiner der Gäste zauderte, ihm diese ungewöhnliche Ehrezu erweisen, würde seine Weigerung, diese Artigkeit zu erwidern,sehr übel ausgenommen werden. Er beschloß daher, sich dieser letz-ten Forderung der Tyrannei zu unterwerfen, und dann, wo mög-lich, die Tafel zu verlassen; und indem er seiner kräftigen Constitu-tion vertraute, that er der Gesellschaft durch den Inhalt des hei-ligen Bären ihr Recht an; und der Trunk belästigte ihn weniger,als er erwartet hatte. Die Andern, welche ihre Zeit thätiger bc-
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