tosend über einen Damm stürzte oder ein Wehr, die Ursache seineraugenblicklichen Ruhe, und dort einen Wasserfall bildete, an demein achteckiges Sommerhaus stand, auf dem Gipfel mit einem ver-goldeten Bären als Wetterfahne verziert. Nach diesem Wasserfallenahm der Bach seinen natürlichen, schnellen und wilden Charakterwieder an, und entzog sich dem Auge in einem dunkeln waldigenLhale/ aus dessen Gebüsch sich ein massiver, doch verfallenerThurm erhob, die frühere Wohnung der Barone von Bradwardinc.Das Ufer des Baches, dem Garten gegenüber, bildete eine schmaleWiese, die als Trockenplatz diente; das Ufer dahinter war mit altenBäumen bedeckt.
Das Ganze war zwar angenehm, doch kam cs den Gärten derAlcina nicht gleich; dennoch konnte man es nickst beklagen, die äueÜoure-Iette Zarruls jenes bezaubernden Paradieses hier nicht zufinden, denn auf dem oben beschriebenen grünen Platze standenzwei baarfüßige Dirnen, jede in einem geräumigen Aobcr, undversahen mit ihren Füßen das Geschäft einer Patent-Wasch-maschine, Sie blieben aber nicht gleich den Nymphen der Armida,um mit ihren Gesängen den nahenden Gast zu begrüßen, sondernbeunruhigt durch die Annäherung eines hübschen Fremden auf derentgegengesetzten Seite ließen sie ihre Kleidungsstücke (um ganz ge-nau zu sein, sollte ich eigentlich sagen, ihr Kleidungsstück), überihre Glieder herabsallen, welche ihre Beschäftigung etwas zu freigezeigt hatte, und mit dem lauten Schrei, „ach, Herr!" mit ei-gnem Tone zwischen Bescheidenheit und Koquetterie ausgestoßen,sprangen sie wie Rehe nach entgegengesetzten Richtungen hin.
Waverley sieng an zu zweifeln, einen Eingang in dies einsameund scheinbar bezauberte Haus zu finden, als die Allee, in der ernoch stand, ein Mann heraufkam. Edward vermuthete, diesmöchte ein Gärtner oder irgend ein Diener des Hauses sein, undging daher die Treppe hinab ihm entgegen; aber als die Gestalt