66
Beinahe mit der Erwartung erfüllt, irgend einen alten Mannmit einem schneeweißen Bart, zu erblicken, den er über dies ver-lassene Haus befragen könnte, wendete unser Held sich zu einer klei-nen Eichenthür, mit eisernen Nägeln wohl beschlagen, welche er inder Hofmaucr da erblickte, wo diese einen Winkel mit dem Hausebildete. Ungeachtet ihres Ansehens von Festigkeit war sie nur an-gelchnt, und als er sie öffnete, führte sie ihn in den Garten, dereinen freundlichen Anblick gewährte. Die südliche Seite des Hau-ses, die mit Fruchtbäumen besetzt war und an dessen Wänden sichverschiedene immergrüne Schlingpflanzen hinaufzogen, dehnte ihreunregelmäßige noch ehrwürdige Front längs einer Terrasse aus,die theils gepflastert, thcils mit Sand bestreut, theils mit Beetenvoll Blumen und ausgewähltcr Pflanzen eingefaßt war. Bondieser Erhöhung gelangte man auf drei Treppen, in der Mitte undaufbeiden Enden, zu dem, was man den eigentlichen Garten nennenkonnte; sie wurde durch einen steinernen Sims mit schwerer Ballu-strade bekleidet, die in gewissen Zwischenräumen durch schwerfälligeund komische Thiergestalten geschmückt war, welche auf den Hinter-füßen saßen, und unter denen der Licblingsbär mehrmals wiedervorkam. Mitten auf der Terrasse, zwischen einer Glasthür, diezum Hause führte, und der mittelsten Treppe, trug ein.gewaltigesThier eben dieser Gattung aufKopf und Vorderpfoten eine Son-nenuhr von mächtigem Umfange, und mit mehr Figuren bezeich-net, als Edward's mathematische Kenntnisse ihm zu entziffernerlaubten.
Der Garten, welcher sehr sorgfältig gehalten zu werden schien,war überreich an Fruchtbäumen, und zeigte eine Menge von Blu-men und immergrünen Gewächsen, in groteske Figuren geschnitten.Er zog sich in Terrassen von der westlichen Mauer bis zu einemgroßen Bache herab, der eine glatte Oberfläche zeigte, wo er demGarten als Grenze diente, der sich aber an seinem äußersten Ende