Druckschrift 
1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
61
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Einige solche Gedanken fuhren Waverlch durch den Kopf, als erlangsam die rauhe steinige Straße von Luly-Veolan hinritt, in sei-nen Betrachtungen nur durch die gelegentlichen Tritte unterbro-chen, welche sein Pferd bei den wiederholten Angriffen der hündi-schen Bewohner machte. Das Dorf war über eine halbe Meilelang, denn die Hütten wurden unregelmäßig von einander durchGärten getrennt, die von verschiedener Größe waren, in denen denn cs ist VOJahr her die jetzt allgemeinen Kartoffeln nochnicht bekannt waren, in denen aber riesenmäßigc Kohlpflanzenwuchsen, umgeben von Ncffclgebüschen, und die hier und dort einegewaltige Schirling-Staude oder eine Nationaldistel zeigten, wel-che die niedrigen Einhegungen überragten. Der ungleiche Boden,auf dem das Dorf stand, war nie geebnet worden, so daß die Einhe-gungen Bogen aller Art zeigten, hier tcrassenartig cmporsteigend,dort gleich Lohgruben hinabsinkend. Die von trockenen Steinen,d. h. ohne Mörtel aufgeführten Mauern, welche diese hängendenGärten von Tuly'-Beolan schützten oder zu schützen schienen,denn sie waren auf traurige Weise eingefallen wurden voneinem engen Gange durchschnitten, der zu dem Gemeinfelde führte,wo die vereinte Arbeit der Dorfbewohner abwechselnde Raine undFlecken von Waizen, Hafer, Erbsen und Roggen baute, jedesvon so geringer Ausdehnung, daß in kleiner Entfernung die unvor-theilhafte Mannigfaltigkeit der Oberfläche dem Probebuch einesSchneiders glich.

In einigen wenigen Fällen zeigte sich hinter den Hütten einelender Stall, von Erde, losen Steinen und Rasen aufgcführt, indem der Wohlhabendere vielleicht einer verhungerten Kuh oder ei-nem gallenvollen Pferde Schutz gewährte. Aber beinahe jede Hütteharte an der Vorderseite einen großen schwarzen Rasenschober,während auf der andern Seite der Thür der Familicndüngerhaufcnbis zu edler Höhe anwuchs.