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1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
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Er trat jetzt in eine neue Welt, in der ihm für einige Zeit Allesschön erschien, weil Alles neu war. Oberst Gardincr, der Com-mandcur des Regiments, war selbst ein Anhänger der Romantik,und zugleich sehr wißbegierig. Bon Person war er schlank, schön,und lebhaft, obgleich in Jahren schon etwas vorgerückt. In seinenfrüheren Jahren war er, was man mit dem mildernden Ausdruckeein lustiger junger Mensch nennt, und es waren sonderbare Ge-schichten in Umlauf, über seine plötzliche Bekehrung vom Zweifel,wo nicht vom Unglauben, zu einer ernsten und selbst enthusiasti-schen Gcmüthsart. Man flüsterte sich zu, daß eine übernatürlicheErscheinung, die selbst den äußeren Sinnen sichtbar wurde, diesewunderbare Veränderung hervorbrachte, und obgleich Einige denProselyten als einen Enthusiasten bezeichnetcn, so nannte ihn dochNiemand einen Heuchler. Dieser sonderbare und geheimnißvolleUmstand gab dem Obersten Gardiner in den Augen des jungenKriegers eine eigenthümliche und feierliche Wichtigkeit. Man kannsich leicht denken, daß die Offiziere eines Regimentes, welches voneinem so achtungswerthen Manne kommandirt wurde, einen gesetz-teren und ordentlicheren Verein bildeten, als man sonst gewöhnlichan dem Regimentstische zu finden pflegt, und daß Waverley da-durch einigen Versuchungen entging, denen er außerdem ausge-setzt gewesen sein würde.

Während dessen schritt seine militärische Erziehung vorwärts.Schon ein guter Reiter, wurde er jetzt mit den Künsten der Ma-nege vertraut gemacht, welche, zur Vollkommenheit gediehen, bei-nahe die Fabeln des Centauren verwirklichen, weil die Leitung desPferdes wirklich mehr von dem Willen des Reiters auszugehcnscheint, als von dem Gebrauche irgend eines äußeren Mittels derBewegung. Er empfing auch Unterricht in dem Felddienste, aberich muß gestehen, daß nach dem Verschwinden seines ersten Eifersseine Fortschritte in Bezug auf das, was er wünschte und crwar-