soll er einen ungewöhnlichen Beweis gegeben haben. Auf demWege von Preston nach London entsprang er seinen Wächtern;man fand ihn aber in der Nähe seines letzten Nachtquarticrcs, erwurde erkannt und wieder verhaftet. Seine Gefährten und selbstseine Eskorte waren überrascht durch seine Bcthörung, und konntendie Frage nicht unterdrücken, weshalb er, einmal in Freiheit, nichtso schnell als möglich einen sichern Ort zu erreichen gesucht hätte.Er antwortete darauf, das wäre auch seine Absicht gewesen, aberer wäre umgekehrt, um seinen Titus Livius zu suchen, den er beider Eile der Flucht vergessen hätte. Die Einfachheit dieser Anec-dote ergriff den, welcher, wie oben erwähnt, die Verthcidigungeiniger dieser unglücklichen Gefangenen auf Kosten des SirEvcrard und vielleicht einiger Anderer der Partei führte. Erwar überdies selbst ein Bewunderer des alten Paduancrs, und ob-gleich wahrscheinlich sein eigener Eifer ihn nicht zu so überspanntenSchritte» geführt haben würde, selbst nicht um die Ausgabe vonSwynheim und Pannertz, welche für die ersten gelten, zu entdecken,so achtete er deshalb doch die That des Nordbritcn nicht weniger,und in Folge davon strengte er sieb auf das Aeußerste an , offenbareLhatsachen, anerkannte Vergehungen rc. zu widerlege», und esgelang ihm endlich, die Freisprechung des Eosmo Comyne Brad-wardine durch seine Vertheidigung vor dem obersten Gerichtshöfezu Westminster zu erwirken.
Der Baron von Bradwardinc, denn so hieß er in Schottlandgewöhnlich — obgleich seine nähern Bekannten ihn nach seinemWohnorte gewöhnlich Tully - Veolan nannten, und die nochvertraulicheren nur Tully — war kaum vor Gericht freigesprochen,als er sich auf den Weg machie, in Schloß-Waverley seine Achtungund Dankbarkeit zu bezeigen. Eine übereinstimmende Neigung fürdie Jagd und gleiche polnische Meinungen befestigten seine Freund-schaft mit Sir Evcrard, ungeachtet der Verschiedenheit ihrer Ge-