Ei» so gegebener undausgedrungencr Wink konnte nicht unge-straft vernachlässigt werden, und Richard Waverley glaubte, ob-gleich mit großer Besorgniß, die Vorurtheile seines Bruders zuverletzen, es nicht vermeiden zu können, die Anstellung anzunehmen,die ihm so für seinen Sohn geboten wurde. Die Wahrheit ist, daßer viel und mitRecht aufSirEverard'sZärtlichkeit fürEdward rech-nete, welche ihn wahrscheinlich abhielt, ihm einen Schritt nachzu-tragen, den er im gebührenden Gehorsam gegen die väterliche Au-torität that. Zwei Briefe verkündeten diesen Beschluß dem Baro-net und dessen Neffen. Der letztere theilte lediglich die Thatsachemit und deutete auf die Rothwendigkcit hin, Vorbereitungen zutreffen, um zu seinem Rcgimente zu stoßen. Gegen seinen Bruderwar Richard ausführlicher und genauer. Er stimmte mit ihm aufdie schmeichelhafteste Weise darin überein, daß cs für seinen Sohnzweckmäßig sein würde, etwas mehr von der Welt zu sehen, undwar sogar beinahe dehmüthig in seinen Ausdrücken der Dankbarkeitfür die angebotene Unterstützung; indeß bedauerte er innig, daß esjetzt unglücklicher Weise nicht in Edward s Macht stehe, genau denPlan zur Ausführung zu bringen, den sein bester Freund und Wohl-thäter für ihn entworfen hätte. Er selbst hätte mit Schmerz andes Jünglings Unthätigkcit in einem Alter gedacht, als schon alleseine Vorfahren Waffen trugen; selbst der König hätte sich zu er-kundigen geruht, ob der junge Waverley nicht jetzt in Flandern sei,in einem Alter, in welchem sein Großvater schon für seinen König indem großen Bürgerkriege blutete. Dies wäre durch das Anerbieteneiner Schwadron begleitet worden. Was hätte er thun können?Es sei keine Zeit gewesen, seines Bruders Meinungen zu Rathe zuziehen, selbst wenn er hätte vermuthcn können, daß derselbe Ein-würfe machen würde, wenn sein Neffe der glänzenden Laufbahn sei-ner Vorfahren folge. Kurz Edward sei jetzt — die Zwischenstufendes Korncts und des Lieutenants waren mit großer Leichtigkeit über-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten