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fort, indem sie ihre Augen, während sic sprach, auf das Bild derHeldin richtete, „theuer erkaufte sie die Sicherheit ihres Fürsten mitdem Leben ihres geliebten Kindes. Man brachte ihn als Gefan-genen hierher, tödtlich verwundet; noch jetzt kannst Du die Tro-pfen seiner Blulspurcn von der großen Hauptthür längs der klei-nen Gallerie bis zu dem Wohnsaale sehen, wo man ihn niederlcgte,um zu den Füßen seiner Mutter zu sterben. Aber sie hatten einenTrost, denn durch den Blick seiner Mutter erfuhr er, daß der Zweckfeiner verzweifelten Vertheidigung erreicht wurde.— Ach, ich er-innere mich noch," fuhr sie fort, „ich erinnere mich sehr gut, eine ge-kannt zu haben, die 'ihn liebte. Miß Lucy St. Aubin lebte undstarb seinetwegen als ein Mädchen, obgleich sie zu den schönstenund zu den reichsten Partieen dieser Gegend gerechnet wurde; alleWelt zog ihr nach, aber sie trug den Wittwenschleier ihr Leben langfür den armen William, denn sie waren mit einander verlobt, ob-gleich nicht verheirathet; sie starb — ich kann mich auf das Darumnicht besinnen — doch ja; ich erinnere mich, im November ebenjenes Jahres, und als sie sich sterbend fühlte, wünschte sic, noch ein-mal nach Waverley-House gebracht zu werden; hier besuchte sie alledie Plätze, an denen sie mit meinem Großoheim gewesen war, undließ die Teppiche wegnehmen, um die Spuren seines Blutes zu se-hen, und wenn Lhränen sie hätten verwischen können, so würdensie jetzt nicht mehr zu sehen sein, denn kein Auge in dem Hause bliebtrocken. Man hätte glauben sollen, Edward, selbst die Bäumetrauerten um sie, denn ihre Blätter hingen ohne einen Hauch desWindes herab; und in der Lhat sah sie auch aus, wie Jemand, dersie nie wieder grünen sehen wird."
Bon solchen Legenden schlich unser Held sich fort, um denPhantasien nachzuhängen, die sie erregten. In der Ecke der großenfinsteren Bibliothek, mit keinem andern Licht, als von den verlö-schenden Bränden in dem geräumigen Kamine, übte er stunden