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1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
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lang die innere Zauberei, durch welche vergangene oder eingebildeteEreignisse dem Äuge des Träumenden vorgeführt werden. Dannerhob sich in langem glänzenden Auge die Pracht des Brautfcstesin Waverley-Castle; die hohe schlanke Gestalt des eigentlichen Be-sitzers, wie er in der Pilgerkutte ein unbeachteter Zeuge der Fest-lichkeiten seines muthmaßlichen Erben und seiner verlobten Brautdastand; die elektrische Erschütterung, welche die Entdeckung ver-ursachte; das Eilen der Vasallen zu den Waffen; das Staunen desBräutigams; der Schreck und die Verwirrung der Braut; die Mar-ter, mit welcher Wilibert bemerkte, daß ihr Herz wie ihr Wort beidieser Verbindung war; das Wesen der Würde und doch des tiefenGefühles, mit welchem er das gezückte Schwerdt von sich schleu-derte, und für immer dem Hause seiner Vorfahren entwich.Dann verwandelte er den Schauplatz, und die Phantasie stellteihm ganz nach Wunsch das Trauerspiel der Tante Rahel dar. Er-sah die Lady Waverley in ihrem Kämmerlein sitzen, das Ohr gegenjeden Laut geschärft, das Herz unter doppelter Angst klopfend,jetzt dem schwindenden Echo von den Huffchlägen des königlichenPferdes lauschend, und als dieser erstorben war, in jedem Luftzuge,der die Bäume des Parkes bewegte, den Lärm des Gefechtes hö-rend. Endlich ward ein fernes Geräusch, wie das Brausen einesangeschwollencn Stromes, vernehmbar; es kömmt näher, und Ed-ward kann deutlich den Gallop derPfcrde unterscheiden, das Ge-schrei der Menschen, dazwischen einzelne Pistolenschüsse, sich gegendie Halle hcranwälzend. Die Lady springt auf ein erschrockenerDiener stürzt herein doch weshalb eine solche Beschreibungweiter verfolgen?

Je angenehmer das Leben in dieser Ideenwelt unserem Heldentäglich wurde, um so unangenehmer war ihm im Verhältniß jedeUnterbrechung'. Das weite Gebiet, welches die Halle umgab unddie Dimensionen eines Parkes weit überschritt, wurde gewöhnlich