gung zu bekämpfen, die nur zu oA mit glänzender Phantasie undLebhaftigkeit des Talentes vereint ist: jene Trägheit nämlich, dienur durch irgend ein starkes Motiv der Gcnugthuung angesporntwerden kann, und welche auf das Studium verzichtet, sobald dieNeugier befriedigt, das Vergnügen die ersten Schwierigkeiten zubesiegen erschöpft, und die Neuheit der Sache zu Ende ist. Ed-ward warf sich voll Eifer auf jeden klassischen Autor, dessen Lesensein Lehrer vorschlug, machte sich so weit zum Herrn seiner Schreib-art, dass er die Geschichte verstand, und wenn diese ihm gefiel oderihn interessirte, beendete er den Band. Vergebens aber war es,seine Aufmerksamkeit auf kritische Unterschiede der Philologie zurichten, auf die V-ersthiedenheit des Idioms, auf die Schönheitglücklicher Ausdrücke, oder die künstlichen Zusammensetzungen desSyntax. Ich kann einen lateinischen Autor lesen und verstehen,sagte der junge Edward mit dem Selbstvertrauen und dem raschenUrtheil seiner 1i> Jahre; und Scaliger und Bcntley könntennicht viel mehr thun.
Ach, während man ihm so erlaubte, nur zur Befriedigungseines Vergnügens zu lesen, erkannte er nicht, daß er für immerdie Gelegenheit verlor, die Gewohnheit eifrigen und gründlichenLernens zu erwerben, und die Kunst zu erringen, die Kräfte seinesGeistes zr ernsten Forschungen zu lenken und zu sammeln — eineKunst, die weit wesentlicher ist, als selbst die genaue Kennrnißklassischer Gelehrsamkeit, welche den ersten Gegenstand des Stu-diumsbildet.
Ich weiß wohl, daß man mich hier an die Nothwcndigkeiterinnern kann, dem Jünglinge das Lernen angenehm zu machen,und an Lassos Einträufeln des Honigs in die für Kinder berei-tete Arznei; aber ein Zeitalter, in welchem de» Kindern die tro-ckensten Doctrinen durch die Methode instruktiver Spiele beige-bracht werden, hat wenig von den Folgen zu fürchten, daß das