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1 (1851) Waverley
Entstehung
Seite
19
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daher seinem Privatsccrctär, einem jungen Manne von Geschmackund Kenntnissen, eine Stunde oder zwei auf Edwards Erziehungzu verwenden, wenn dieser in Brere-wood-Lodge war, und über-ließ dessen Oheim die Verantwortlichkeit für seine Vervollkomm-nung in der Litteratur während seines Aufenthaltes als Gast inder Halle.

Dafür wurde in gewisser Beziehung ehrenwerth gesorgt. SirEverard's Caplan, der seine Anstellung bei der Universität verlo-ren hatte, weil er sich bei der Thronfolge Georgs i. weigerte, denEid zu leisten, war nicht nur in der klassischen Litteratur des Al-terthumes ausgezeichnet, sondern besaß auch gründliche Kennt-nisse in andern Wissenschaften, und war ein Meister in vielen neue-ren Sprachen. Er war indessen alt und nachsichtsvoll, und dasInterregnum, welches Edward seiner Disciplin ganz entzog, be-wirkte eine solche Schwächung seiner Autorität, daß dem Jüng-linge im hohen Grade gestattet wurde, zu lernen, was er wollte,wann er wollte und wie er wollte. Diese Nachlässigkeit der Herr-schaft würde für einen Knaben von geringer Fassungsfähigkeit ver-derblich gewesen sei» , der, die Erwerbung von Kenntnissen alseine Arbeit betrachtend, sie außer auf nachdrückliches Gebot ganzvernachlässigt hätte; gleich gefährlich hätte sie für einen Jünglingsein können, dessen animalischer Geist mächtiger gewesen wäre,als seine Einbildungskraft oder sein Gefühl, und den ein unwider-stehlicher Einfluß vom Morgen bis zum Abend auf die Jagd ge-lockt hätte. Aber der Charakter Edward Wavcrley's war von Lei-dem gleich weit entfernt. Seine Fassungsgabe war so ungemeinschnell, daß sie beinahe der sinnlichen Erkenntniß glich, und dieHauptsorge seiner Lehrer darin bestehen mußte, ihn abzuhalten,sein Ziel zu überrcnncn, wie ein Jäger cs nennen würde, d. h.seine Kenntnisse nur auf flüchtige, unvollständige, oberflächlicheWeise zu gewinnen. Hier hatte der Lehrer noch eine andere Nci-

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