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Bd 1 - 4 1 - 18 (1826)
Entstehung
Seite
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Arbeiten des Tischlers.

3) Die Werkzeuge zn den Verzierungen sind mannigfacher Art. Die Hobel gleichenden schon beschriebenen; nur daß sie 9 Zoll zur Länge, 3 bis 3,' Zoll zur Breite und eineverhältnißmäßige Dicke haben; die Oeffnungcn müssen eine Schiefe von wenigstens 15 Gradhaben und nach außen geneigt seyn; auch ihre Eisen, so wie die Keile, hinter dem Vorstoßeine Linie weit cintreten.

4) Zum Abrunden der Stabe und Kehlleistcn bedient man sich der Kchlhobel mitBacken, der Hohl Hobel oder der spitzigen Meißel, und zu den vertieften Kehlen derKehl mcißel.

Der Kehl Hobel mit Backen unterscheidet sich von den übrigen Kchlhobcln nurdurch den Backen, und wird nach der Größe den anderen Hobeln im Preise gleich gerechnet.

Die Kehlmcißel sind Werkzeuge, deren man sich bedient, um den inncrn Theil derKehlleistcn oder der Stabe frei herauszuarbciten, wenn man mit dem Kehlhobcl nicht dazukommen kann. Man rechnet das Stück zn 10 sgr.

5) Der Streifhobel. Er wird zum Herausarbcitcn der Streifen gebraucht, ist denschon genannten Schraphobeln ähnlich, nur daß er eine Bahn oder Vorstoß hat. Man hatzwei Eisen zu diesem Werkzeuge: das eine, welches den Streifen oder das Band macht; dasandere, welches das Viereck bildet. Zusammen haben beide Eisen eine Breite von 1s bis1' Zoll, und der Preis ist denen für die bemerkten Hobel gleich.

6) Die Polirfeilcu sind kleine Meißel, welche unter einem rechten Winkel zurückgcbogenund in der Mitte ausgehöhlt sind; sie werden gebraucht, die kleinen Platten zu schneiden lindauszuhöhlen. Einzeln kann man das Stück zu 10 bis 15 sgr. rechnen.

7) Die Schnitz säge zum Ausschneiden kreisförmiger Stücke. Es ist ein kleines Stückvon dünnem Eistn, an dem einen Ende gezahnt, in den Stiel eines gewöhnlichen Strich-maßcs eingefaßt und mit einem Keil befestigt. Das Stück kann man zu 20 sgr. bis1 Rthlr. rechnen.

8) Der Windclbohrer ist ein hölzernes Werkzeug, welches nach einer halben Eilinic

ausgchöhlt ist; an dem einen Ende befindet sich ein Griff, welcher einen Zapfen hat unddurch den Kopf des Bohrers geht; an dem andern Ende ist ein viereckiges Loch gebohrt, inwelches eine Kapsel cinzulassen ist. In diese Kapsel werden die Hobeleisen oder Klingen ein»gepaßt, welche zum Bohren des Holzes dienen. Sie heißen: Eisen zum Bohren der großenund kleinen Pflocke, von 3 Zoll Länge und s Zoll Breite; Klingen zum Bohren der Oeffnungen

von 5 Zoll Länge und s Zoll Breite; Eisen zum Bohren hölzerner Nägel, -2 Zoll im Durch-messer und von 5 bis 6 Zoll Länge; und endlich Eisen zu Schrauben von s Zoll Breite und

10 bis 12 Zoll Länge. Die Preise sind verschieden; im Durchschnitt kann man die großen

zu 1z Rrhlr., die kleinen zu 20 sgr. annchmcn.

9) Die Werkzeuge zum Aufstellen der Arbeiten sind: die Wasser wage, das Dleiloth,die Zugbohrcr und die Zangen. Sie sind bekannt und jedem Tischler unentbehrlich. DieWage rechnet man mit den Gläsern zu 1s Rthlr., das Bleiloth mit der Schnur zu 10 sgr.,den Zugbohrer zu 15 sgr. und die eiserne Zange zu 10 bis 20 sgr.