Thorwcge.
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mehreren Thcilen zusammengesetzt oder zusammengeschlitzt werden, in welchem Fall man fürjeden Schlitzzapfen in Kienenholz 1 sgr. pf., und in Eichenholz 2 sgr. rechnen kann.
III. Runde Zauöthüren und Thorwege.
Diese werden selten gemacht; in verkommenden Fällen kann man, in Beziehung derHölzer, dasjenige anwenden, was nach §. 1l. S. 16. angegeben ist, und für die Preise dasDoppelte dessen rechnen, was nach S. 19 bis 24. für die Hausthüren, und nach S. 24. fürdie Thorwege in gerader Form angegeben worden.
L. Fenster.
§. 12 .
Zusammensetzung und Anwendung.
Fenster, in hölzerne Wände eingesetzt, bekommen ein Futter, wie die Thüren, indessen Falz die Flügel entweder stumpf oder besser überfalzt eingepaßt werden; auch wird außer-halb eine Verkleidung nothwcndig.
Bei vierflügcligcn Fenstern wird der Mittelpsosien und das Querstück, oder das soge-nannte Fcnsterkrcuz, in diesem Futter befestigt; in massiven Gebäuden aber ein beson-derer Fensterrahmen gegen den Anschlag in der Mauer mit Bankeisen befestigt, und indiesen werden die Pfosten mit durchreichenden Zapfen dergestalt eingelassen, daß sie innerhalbbündig sind, außerhalb aber mit ihrer mehreren Stärke vortreten, und dieserhalb abgerundetoder abgekchlt. Das Quersiück wird über dem Mittelpsosien überblattet und gemeiniglichetwas schwächer gelassen, auch nicht abgerundet, sondern architravirt. Innerhalb werden sie,so wie das Rahme,isiück, ausgefalzt, damit die Flügclrahmen mit einer einfachen oder doppeltenUcberfalzung ciugepaßt werden können.
Die Fensterflügel werden an den Ecken zusammengeschlitzt, oder mit sogenanntenSchlitzzapfen zusammengesetzt, und mit einer Glasnuth zum Einsetzen der Scheiben versehen.
Fensterrahmen, welche in Blei verglaset werden, heißen Fascfcnster, zum Unter-schiede der Nahmen mit Sprossenfcnstern, und erhalten diesen Namen weil die zum Verglasenmit Blei bestimmten Fensterflügel in den scharfen Kanten abgeschrägt oder gebrochen werden,welches bei den Tischlern Fasen oder Ab fasen heißt. Statt dieser Abfasung erhalten dieFensterflügel in der Regel Kehlsiöße, welche aus die Gehrung zusammengesetzt werden.Collen die Scheiben nicht in Blei, sondern zwischen hölzernen Sprossen eingesetzt werden,so sind diese entweder bloß horizontale, oder zugleich auch senkrechte und über einander kreu-zende. Hierbei ist die Verbindung die vorzüglichste, wenn die langen Sprossen aus einemStücke bestehen und mit den Quersprossen zusammcugcblattct werden, wo dann bei ihrem Zu-sammentreffen sich eine Quader bildet. Das unterste Stück der Flügclrahmen erhält einenum einige Zoll vorspringcnden Wasserschcnkcl.
Zur Ueberdeckung der innerhalb vorspringenden Brüsiungsmaucr, wird ein sogenanntesLatteibrett mit einer Feder, in die im Fensterrahmen angebrachte Nuth eingeschobcn. Umdie vom Fenster heruntcrlaufendc Nässe aufzufangen, versieht man dieses Brett entweder miteiner Abgründung, welche nach einer kleinen blecbernen Rinne hin etwas Gefälle hat und vcr-IV. s 4 1