Druckschrift 
15 (1853)
Entstehung
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278
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Der Leichnam sank znm Stand,

Der Liebe Thränen deckten meine Angen;

Die Seele irrte überm Sternenzelt.

Ich suchte ahnend dich von Welt zu Welt,

Und rief und alle Welten riefen wieder:

Wcltvatcr, offenbare dich!-

Doch schweigend hört' cs die Unendlichkeit;

Die Sonne» flogen ab und ans;

Die Erden liefen ihren Lauf;

Im ehernen Gesetz der EwigkeitenBewegte sich das All des Seins.

Und ich erwachte schaudernd, liebend, weinendVom Glanbenstranm.

Wohl donnerte um mich der Odem der Natur;

Doch deine Vaterstimmc schwieg.

Dich ah ich nie, nur deines Waltens Spur.

Ich suchte dich,

Den alle Geisterznngcn preisen!

Ich horchte auf das Wort der Heiligen und Weisen.Und Priester, Bonzen, Jmans, Lama'sSie lehrten laut von deiner Herrlichkeit.

Nein, heil'ger Urgeist aller Wesen,

Sie predigten nicht dich nur sich!

Du bist es nicht, zu dessen RuhmeSie ihre Glaubensdolche schleifen;

Du nicht, zu dessen Ruhm sie Scheiterhaufen bau'»;

Du nicht, in dessen Namen

Des Hohenpriesters Stolz vom Hochaltäre flucht.

Sie predigten nicht dich, nur sich.

Im wüsten Wahnsinn, ohne deine Spur,

Sind sie die wildesten der Ungeheuer nur.