Druckschrift 
15 (1853)
Entstehung
Seite
273
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Hier strebt noch einsam, von den Schwestern allen,Die hohe Sant' ans den Ruinen auf

Traurig schaut sic »mher,

Sucht die Hingesnnkcnen,

Ahnend ihres cig'ne» Falles Nähe.

So blickt noch einmal an des Grabes RandEin Greis, dem schon des Todes Schauer wehen,

Hin auf die kleinen Hügel

Der Schlummernden; sein Auge schwimmt

In stiller, süßer Sehnsucht,

Sieht noch einmal den Abcndstrahl und stirbt.

Von schön gewölbten Arkaden,

Die halb nur steh'n, schon halbIm Schutt sich bergen, hangenVerworrene Gesträuch' herab.

Der Epheu rankt sich liebend dran empor,

Und webt darum mitleidig ein GespinnstVon Zweigen, gegen Sturm und JahrZu hüten des Künstlers Meisterstück.

Das stolze Architrav lehnt hierGebeugt sich an den Säulenfuß;

Prächtig-schauerliche Scene,

Die den Geist in Wchmnth hüllet,

Vergebens lächelst du so süß am Strauch,

Armer, kleiner, umgesunk'ner Amor,

Und du, Marmorgrazie, am Gcmäncr!

Siehe dort hinan;

Ein Heller Tempel steigetVor meinen Augen ans,