Druckschrift 
15 (1853)
Entstehung
Seite
31
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Wer da? Was gibt's? Wer da? Wcr ist dc»n hinter mir?(Betastet flch den Rücken.)

Holla! Was fühlt man da? Was wächst so mächtig hier?Fürwahr, ich bin doch hent anch frnchtbar ohne Gleichen.

Ei» neuer Zuwachs. Oh! ich kann ihn kaum erreichen.

Ein Hügel! Was? ein Hügel? Nein, ein Nicscnbcrg,Dagegen ist der hohe Libanon ein Zwerg.

Verdammt!-Nun, soll ich mich darum mit Grille» Plagen

Was sich nicht ändern lässt, soll man gelassen tragen.

Die Fracht dahinten, und die Nass im Angesicht,

Behaupten unter sich ein herrlich Gleichgewicht.

Lanrina (kömmt, alt wie vorher).

O Himmel! Wie entstellt! Zeh kann Euch kaum erkennen.Prinz.

Vielleicht wirst dn mich nun dein Großpapachc» nennen.Lanrina.

Weh; welche Mißgestalt! Sic klagt mich ewig an.

Das leidest du allein für mich, dn edler Mann.

Prinz.

Jetzt bin ich deiner Werth. Einst wünscht' ich's ja so sehnlich.Ich bin znm wenigsten dir auswärts ziemlich ähnlich.

Weg Gram und Schmerz! Zn dieser Einöd', offenbar,

Wo Niemand wohnt, sind wir daö schönste Paar.

Wenn deine Liebe nur mich liebenswürdig findet,

Wen» nur dein Auge mir Zufriedenheit verkündet,

Bin ich durchaus versöhnt mit Buckel, Nass und Bein,lind dünke mich der schönste Liebesgott zu sein.

Lanrina (traurig zum Hintergrund gehend).

O Schicksal, kann dich so viel Tugend nicht bewege»?

Mit welchem Frohsinn trotzt er deine» schwerste» Schlägen?Wcr hat je so geliebt, so groß, so treu, wie er?