Druckschrift 
15 (1853)
Entstehung
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(Der Schauplatz stellt eine armselige Hütte dar, in der mau nichts alseine Bank und ein Bündel Stroh steht.)

Der Prinz (hcreintrctcnd).

Es fährt mit wildem, triefendem GefiederEin Sturmwind über Thal und Höh';

Die Wolke» gießen Bäche nieder,

Und machen alles Land zum See.

Es donnern von der Berge GipfelDie lvsgcwaschncn Felsen herab;

Zersplittert fliegen der Tannen Wipfel,

Und bau'n dem armen Pilgcrsmann sein Grab.

Gottlob, daß ich, als der Orkan mich fast erstickte,

Zur rechten Stunde noch dies Obdach hier erblickte!

(Sieht sich verwundert um.)

Wo bin ich denn? Fürwahr, cs ist kein Feen- Palast;

Ein altes Bauernhaus, sich selber schon zur Last.

Der Sturmwind orgelt durch der morschen Wände Spalten,

Es mögen Dach und Fach kaum noch zusammenhaltcn.

Hier eine alte Bank, und dort ein Bündel Stroh

Ganz gut! Wer gar nichts hat, ist auch mit Wen'gcm froh.Inzwischen Sturm und Wetter draußen sich Verlieren,

Kann ich in diesem Loch Philosophei studiren.

Man muß genügsam sein in dieser besten Welt!

Das Wasser schmeckt sehr gut, wenn der Burgunder fehlt.