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1 (1857)
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ders wieder war der Zweck, zu welchem der Deutschmeister bei sei-nem Amtsantritt seine Visitirer aussandte. „Wir Bruder Philippvon Bickenbach, Meister Deutsches Ordens zu Deutschen Landen,"heißt es in einem Ausschreiben vom Jahre 1361, „machen kindlichMe» denen, die diesen Brief sehen, lesen und hören lesen, daß Wirdes Jahres, da wir Meister worden, wollten wissen, wie es in allenBalleien und Häusern unsers Gebietes zu Deutschen Landen stündeund was jegliches Haus jährlich an allerhand Gut, Gülten undNutzungen habe, was sie jährlich davon wieder geben müßten, eswäre zu ewiger Gülte, an Wiederkänfen oder an Leibgedingen, auchwas sie an nöthtger Schuld schuldig wären und wie viel jeglichesHans Brüder habe mit dem Kreuz, Halbbrüder, Halbschwestern,Caplaue, Schulmeister und Pfründner; und wurden deshalb zu Rathemit den ehrbarsten Gebietern, die wir dazumal bei uns hatten, daßwir Visitirer aussandten, dasselbe zu erfahren" ^). Es erhellt hier-aus, daß dem Deutschmeister vornehmlich daran gelegen war, überdie äußern Zustände, die finanziellen Verhältnisse seiner Balleien,über Einnahme und Ausgabe der einzelnen Häuser Bericht undUebersicht zu erhalten; und auch nur über diese Angelegenheitenallein sprechen die uns noch aufbehaltenen Visitationsberichte der Vi-sitirer aus dem 14ten und löten Jahrhundert^). Erst gegen dasEnde dieses Jahrhunderts ertheilte der Deutschmeister ihnen auchdie Vollmacht, außer der Prüfung der erwähnten Gegenstände nachihrem Gutdünken in jedem Hause allerlei nöthige Anordnungen zutreffen, überflüssige und ungebührliche Ausgaben oder andere Mängelin der Verwaltung abzuschaffen und alles, was sträflich sei, zu be-strafen °). Und auch erst in dieser Zeit sehen wir die Visitirer desDentschmeisters mit ausgedehnter Vollmacht nach Italien bis hinab

ikl sxistsullrm» imwutsuäi, prster ill» qns III Iiostio 6»xitu1o per^Iios lesiimi 6t oommitti mint ooiisuota. Visitations-Vollmacht von 1409.

P fl l-iLg'sr II. 108. Ebenso lautet ein solches Ausschreiben aus dem I.i 1379 und andere aus später» Zeiten. Ebendas. II. 153.

f fl Einer der ältesten noch vorhandenen Visitationsberichte ist der der Visi-s tirer des Deutschmeisters über die Ballei Westphalen ans dem I. 1361 beimi Amtsantritt Philipps von Bickenbach; dann der des Deutschmeisters KonradRüde von 1379.

fl So in den Vollmachten vom I. 1493 und 1499 bei cks.e§er III.172. 183.

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