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Zehnte Au m c r k u u g.
J' o n der Tcmjicrc/Cur dar JErde i).
Wenn inan die Erscheinungen der Temperatur, welchedie Erdoberfläche darstellt, betiachtet, und man sie in ei-nem innigen Verhältnil's mit der Wirkung der Sonne sichet,so wird man verleitet, dieses Geslirn als die einzige Quelleder Wärme unsers Planeten anzuschen ; und es scheint, dafsihre Kraft allein alle jene Erscheinungen ciklaren kann. Inder Tliat sendet die Sonne beständig erwärmende Strahlenvon sich aus 5 die, welche auf die Erd - Oberfläche treffen,V, 'erden theihveise von selbiger eingesogen, theilweise inden Weltraum znrukgoworfen; durch die Wirkung diesersuccessiven und beständigen Einsaugungen würde die Tem-peratur der Erde zugenoinmen haben, bis sich zwischenden Ursachen, welche diese Temperatur zu vermehren, denen,welche sie zu vermindern streben, und der Affinität der ir-dischen Schichten zu der Sonnen - Wärme, ein Gleichge-wicht hcrgestellt hätte. Wenn dem so wäre, so scheintes, dafs dieser Zustand des Gleichgewichts seit langer Zeithcrgestellt se}-n, und dafs die obere Rinde der Erdkugel denGrad von Wärme - Sättigung, erlangt haben würde, der vonden drey eben angezeigten Ursachen abhängt: so dafs sie
jetzt von einer Seite gewinnen, was sie von der andernverlieren würde; denn wir werden in einem und demsel-ben Orte und mit den uns zu Gebote stehenden Mitteln,keine merkliche Vermehrung oder Verminderung in derTemperatur gewahr. Die Temperatur,welche also die fän-de erlangt hätte, würde sich nähertingsweise den unternSchichten mitgethcilt haben; und es liälte in Folge einorsehr lange wiederholten Anhäufung geschehen können, dafsder unser« Beobachtungen zugängliche Theil der Erdkugel,und vielleicht ihre ganze Masse, eine gleichförmige Tem-peratur angenommen hätte. Wenn diese constanLe Gröfsesich an die veränderlichen Gröfsen von . Wärme anseblüfse,
X) Ein Auszug dieser Anmerkung wurde schon in Jahre iftoöin dem Journal de physique Ca. liand bekannt gemacht.